Baumartenverteilung, Besitzverhältnisse, Holzeinschlag und Nachhaltigkeit im Landkreis Heidenheim
Waldbesitzverhältnisse
Baumartenverteilung
Holzeinschlag und Nachhaltigkeit
Waldbesitzverhältnisse
Der Landkreis Heidenheim ist mit rund 29.500 ha Wald (47 % der Landkreisfläche) der waldreichste Landkreis im Regierungsbezirk Stuttgart., 24 % hiervon gehören Städten und Gemeinden sowie kleineren Körperschaften, 44% dem Land Baden-Württemberg und 32 % sind in privatem Besitz. Die Struktur des Privatwaldes gliedert sich in 6.800 ha Groß- und mittlerer Privatwald ab 200 ha Betriebsgröße und rund 2.600 ha Kleinprivatwald unter 200 ha.
Baumartenverteilung
Der Wald im Landkreis Heidenheim ist sehr stark von den beiden Hauptbaumarten Fichte (43%) und Rotbuche (36%) geprägt. Während es sich bei der Fichte um Aufforstungen der vergangenen 200 Jahre handelt, ist die Buche heimisch.
Baumartenverteilung im Landkreis Heidenheim
Holzeinschlag und Nachhaltigkeit
Der aktuelle laufende Zuwachs im Staatswald des Landkreises Heidenheim beträgt 10,6 Erntefestmeter je Hektar und Jahr (Quelle: Betriebsinventur aus dem Jahr 2007). Dagegen beträgt der geplante durchschnittliche Holzeinschlag je Hektar und Jahr lediglich 9,7 Erntefestmeter. Der Mindereinschlag dient zum Aufbau des durch Sturm „Lothar“ dezimierten Holzvorrats.
Das Landeswaldgesetz verpflichtet die Waldbesitzer zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes. „Der Wald ist so zu bewirtschaften, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes unter Berücksichtigung der langfristigen Erzeugungszeiträume stetig und auf Dauer erbracht werden“ (§13 LWaldG). Das heißt, dass die Nachhaltigkeit nicht nur rein wirtschaftliches Prinzip zur dauerhaften Sicherung kontinuierlicher Holzlieferungen ist, sondern auch die ökologischen und sozialen Funktionen des Waldes umfasst.
Die Helsinki-Resolution (1993) definiert in modernen Begriffen die nachhaltige Waldwirtschaft als
„die Behandlung und Nutzung von Wäldern auf eine Weise und in einem Ausmaß, das deren biologische Vielfalt, Produktivität, Verjüngungsfähigkeit, Vitalität sowie deren Fähigkeit, die relevanten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen gegenwärtig und in der Zukunft auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zu erfüllen gewährleistet, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen.“



