Montag, 4. Januar 2010
Landkreis Heidenheim- Traumregion an der Brenz
Genussreiche Touren in sagenumwobenen Flusstälern.
Entlang der Brenz von der Alb bis ins Donautal.
Das Flusstal der Brenz liegt herrlich eingebettet in der wundersamen Landschaft der ansonsten wasserarmen Schwäbischen Alb. Am idyllischen Brenztopf in Königsbronn erblickt ie Brenz das Licht der Welt, da das Wasser zuvor unterirdisch durch ein Labyrinth von Klüften im Karstkörper der Schwäbischen Alb geflossen ist. Gekommen ist es von der Hochebene des waldreichen Albuchs.
Am Brenztopf startet jetzt beliebte BrenzTour. 55 Kilometer entlang dem sanften Verlauf der Brenz bis diese im benachbarten Schwäbischen Donautal bei Lauingen/Faimingen gischtbewehrt in die Donau stürzt.
Doch zunächst radelt man über ein weites Wiesental, begleitet von waldreichen Hängen, nach Heidenheim, der pulsierenden Metropole der Brenzregion. Dort lohnt ein Abstecher zum hoch aufragenden Schloss und zur Schlosswirtschaft allemal Alternativ lädt der schön angelegte Brenzpark zu einer Rast ein. Nach dem quirligen städtischen Pulsschlag geht’s sodann ins beschauliche Naturschutzgebiet Eselsburger Tal. Im engen Tal schlängelt sich die Brenz sanft um den Umlaufberg Buigen mit seinem Bannwald. Begleitet von den sagenumwobenen Felsnadeln der Steinernen Jungfrauen plätschert das Flüsschen zurück nach Herbrechtingen, um sodann gemächlich ins untere Brenztal zu strömen.
In Giengen an der Brenz staunen nicht nur Kinderaugen, wenn sie im architektonisch gelungenen neuen Steiff-Museum die Welt der sprechenden Kuscheltiere kennen lernen. Über Wiesentäler folgt man dem Brenzverlauf weiter. Burgruinen und herrschaftliche Schlösser grüßen von den Talhängen. Einen Abstecher lohnt etwa das Brenzer Schloss und die kulturhistorisch beeindruckende Galluskirche überm Wehr der Fetzermühle. Kurz darauf ist man im Bayerischen. Die Tour führt sodann vorbei am „mooseum“, dessen spannendes Infohaus über Fauna und Flora des Schwäbischen Donautals aufklärt. Schnell ist dann die Glinkenstadt Gundelfingen im Blick. Die Brenz fließt nunmehr durch die Auen der Donau, bis sie sich bei Faimingen mit der Donau vereinigt.
Ein Erlebnis für kleine Höhlenforscher
Die HöhlenTour, eine der Seitenrouten der BrenzTour, ist mit ihren vielen spannenden und lehrreichen Stationen und einer Länge von etwa 20 Kilometern für Familienradtouren bestens geeignet, wenngleich mitunter eine kleine Steigung zu erradeln ist.
Gestartet wird in Sontheim a. d. Brenz. Nach einer ersten Steigung in Niederstotzingen belohnt ein toller Spielplatz am Waldesrand die Mühen der kleinen Radler.
Zurück auf dem Radweg führt die Tour nun über die sehenswerte Ortschaft Stetten zur weltberühmten Vogelherdhöhle, wo wertvolle Eiszeitfiguren aus Mammutelfenbein ausgegraben wurden. Für Kinder ist die Vogelherdhöhle ein toller Abenteuerspielplatz. Schon vor rund 35.000 Jahren jagten hier Neandertaler.
Doch zottelige Mammuts kreuzen die kaum befahrene Straße heute nicht mehr, weshalb es sich gefahrlos durch den unteren Teil des Lonetals radeln lässt. Am Ende des Lonetals, öffnet sich jetzt das hübsche Hürbetal. Und links oben spitzen die Türme der Kaltenburg durchs Baumgeäst. Wer möchte, kann die Ruine der Kaltenburg von der Charlottenhöhle her über Pfade erwandern.
Zuvor ist eine Rast bei der HöhlenErlebnisWelt empfehlenswert. Beim HöhlenHaus gibt’s allerlei zum Essen. Und nicht zuletzt der abwechslungsreiche Abenteuerspielplatz samt Bächlein und Klettergelegenheit ist ein El Dorado für die Kleinen. Einzutauchen in die faszinierende Welt großartiger Tropfsteine und Berggeister in der Charlottenhöhle ist nachgerade ein Muss für entdeckungsfreudige Radler. Ebenfalls lohnt ein Abstecher in die Erlebnisausstellung „Faszination Höhle-Mensch-Natur“ nebenan.
Vom Parkplatz der HöhlenErlebnisWelt aus kürzt man die Höhlentour für die Kleinen am besten Richtung Burgberg und Sontheim ab.

