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Freitag, 5. Februar 2010


Landrat im Gespräch mit Caritas und Diakonie

‚Stets den Menschen im Blick’

v. l. n. r.: Landrat Hermann Mader, Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff und Pfarrer Georg Höfer

Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff (evangelisches Dekanat) und Pfarrer Georg Höfer (katholische Kirche) haben sich kürzlich mit Landrat Hermann Mader ausgetauscht. Eine ganze Reihe aktueller Themen wurde angesprochen, wie etwa die Suchtprävention oder die Zusammenarbeit ehrenamtlicher und hauptamtlicher Schuldnerberater, wo nachgerade das Diakonische Werk eine äußerst engagierte Arbeit leistet. Auch die künftige ärztliche Versorgung im Landkreis war Thema.

Weitere Anknüpfungspunkte im Zusammenspiel zwischen Landratsamt und Kirchen betrafen die Einrichtung eines Pflegestützpunkts, die Kindergärten sowie die Altenhilfeplanung. Bei Letzterem sind etwa konkret Interviews mit Senioren im März vorgesehen, um vorab nochmals gezielt deren Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche abzufragen.
„Dass wir gemeinsam mit den Kirchen viele Anstrengungen unternehmen, um gerade der Situation schwieriger, integrationsferner Jugendlicher gerecht zu werden, belegt die gute, bewährte und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Caritas und Diakonie und der Landkreisverwaltung. Als eingespielte und versierte Institution hat darüber hinaus unser JOB Center ein breites Instrumentarium von Hilfen aufgebaut. Dort werden über 900 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren bestens betreut. Mit der Maxime ‚aktivieren statt alimentieren’ kann auf diesem Weg gesellschaftlichen Fehlentwicklungen entgegengesteuert werden“, betont Landrat Mader. Beim JOB Center sind zudem zahlreiche Projekte angesiedelt, die speziell die junge Generation wie auch die Generation über 50 Jahre unterstützen. Projekte wie ‚Job-Schmiede’ oder ‚Jugend-Job-Agentur’ oder ‚Silverstars’, wo speziell ältere Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert werden, stehen beispielhaft für die vielfältigen Aktivitäten.

Mit Blick auf die finanziell massiv enger werdenden Spielräume des Landkreises und der Kirchen seien effektive und zugleich frühzeitig greifende Hilfesysteme nötiger denn je, wurde gemeinsam unterstrichen. Auf diesem Weg wollen die Kirchen mit dem Landkreis konstruktiv zusammenarbeiten. Eine weitere Weichenstellung, um gesellschaftliche, demografische, aber auch bildungspolitische Entwicklungen aufs richtige Geleis zu setzen, ist mit dem strategischen Handlungskonzept Brenzregion 2020 anvisiert, das ebenfalls diskutiert wurde. Nicht zuletzt schließt dieses zukunftsgerichtete Handlungskonzept niederschwellige Maßnahmen für junge Familien ein, wie etwa den Elternführerschein oder den Elternbrief, dessen Konzeption aktuell in diesem Jahr umgesetzt wird. „Auch hat der Landkreis eine Pilotfunktion mit der Internetplattform ‚Kommunale Kinderbetreuungsbörse’ übernommen“, so Mader. Diese Börse steht auf der Internetseite des Landkreises bereit und hilft Eltern bei der Suche nach einem Kindergartenplatz. „Wir bewerten die Gespräche mit dem Landrat und die gute Zusammenarbeit mit dem Dezernat Jugend und Soziales als eine wichtige Plattform, um gemeinsam soziale Problemfelder im Landkreis anzugehen und tragfähige Lösungen zu finden, um Betroffenen zu helfen und Menschen die am Rand der Gesellschaft stehen, wo immer möglich einen Anker zuzuwerfen“, so Dekan Schlaudraff und Pfarrer Höfer unisono.