Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis
Beschreibung
Ziel
Aktueller Stand
Beschreibung
Die „Überalterung“ bei den Ärzten/Ärztinnen wird sowohl im Klinikbereich als auch im Bereich der niedergelassenen Ärzte/Ärztinnen dazu führen, dass eine ausreichende, patientennahe Versorgung nicht mehr in allen Städten und Gemeinden des Landkreises gewährleistet ist.
An der Sicherstellung der medizinischen Versorgung arbeitet ein Arbeitskreis, in dem Vertreter des Landkreises, des Klinikums und der Kreisärzteschaft zusammenwirken. Aufgabe des Arbeitskreises ist es, konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Erreichbarkeit bedarfsgerechter medizinischer Angebote für die Menschen im Landkreis zu erarbeiten.
Ziel
Klinikum, Ärzteschaft, Städte und Gemeinden und Landkreis bieten jungen Ärzten/Ärztinnen so attraktive Rahmenbedingungen, dass diese bereit sind, ihre Ausbildung im Landkreis zu machen, um langfristig die primärärztliche Versorgung in den Städten und Gemeinden unseres Landkreises sicherzustellen.
Aktueller Stand
Dezember 2009:
- Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern/Vertreterinnen des Landratsamtes, der Städte und Gemeinden, der Kreisärzteschaft und des Klinikums ist eingesetzt und hat bereits zweimal getagt.
- Ein Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg hat mit dem Ziel stattgefunden, die Versorgungssituation im Landkreis und - kleinräumiger in den Städten und Gemeinden - zu erörtern und Möglichkeiten einer vernetzten Kommunikation abzusprechen.
- Ein Versorgungsatlas mit Bestandsaufnahme der vorhandenen Versorgung einschließlich deren fachlicher und räumlicher Verteilung wird erstellt.
April 2010:
Für alle Städte und Gemeinden wurde die aktuelle Versorgungssituation erhoben und zahlenmäßig sowie kartographisch dargestellt. Für jede Kommune wurde eine individuelle Entwicklungsprognose bis zum Jahr 2030 erstellt. Nach der Prüfung verschiedener Kooperationsformen, wie z. B. Verbundniederlassungen, Einrichtung einer Task-Force oder Schaffung eines medizinischen Versorgungszentrums am Klinikum durch die Kreisärzteschaft und das Klinikum, wird ein Konzept erstellt, um Versorgungslücken im Landkreis zu schließen. Des Weiteren werden Aktionen zur Anwerbung von Ärzten zwischen Kreisärzteschaft und Klinikum abgestimmt. Das Klinikum erstellt ein Curriculum zur Ausbildung von Allgemeinärzten in seinen Fachkliniken.
Juli 2010:
Für die Sicherstellung der medizinische Versorgung im Landkreis wurden die Kooperationsformen zur Schließung von Versorgungslücken mit den niedergelassenen Ärzten und dem Klinikum Heidenheim erörtert. Die Aktionen zur Anwerbung von Ärzten wurden zwischen Kreisärzteschaft und Klinikum abgestimmt und die Begleitung durch das Universitätsklinikum Ulm besprochen. Außerdem werden die Finanzierungsmöglichkeiten zu den Aktionen erörtert. Zur Gründung eines Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin wurden Gespräche mit der Kreisärzteschaft geführt und die erforderlichen Verträge zur finanziellen Unterstützung geprüft und mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg in Einklang gebracht. Daneben werden die staatlichen Fördermöglichkeiten mit dem Ministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familien und Senioren erörtert.
Jahresbericht 2010:
Um die medizinische Versorgung im Landkreis sicherzustellen, wurde die Versorgungssituation für alle Städte und Gemeinden erhoben und grafisch dargestellt sowie individuelle Prognosen bis 2030 erstellt. Zur Schließung von Versorgunglücken wurden Kooperationsformen mit den niedergelassenen Ärzten und dem Klinikum erörtert. Aktionen zur Anwerbung künftiger Allgemeinärzte wurden zwischen Kreisärzteschaft, Klinikum und der Universitätsklinikum Ulm abgestimmt. Zur Gründung eines Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin wurden Gespräche mit der Kreisärzteschaft geführt sowie finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten geprüft und mit dem Ministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familien und Senioren erörtert. Die Vereinbarung zum Weiterbildungsverbund wurde abgeschlossen und mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg abgestimmt.


