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Faszination Eiszeitkunst


Beschreibung

Ziel
Aktueller Stand


Beschreibung

Lonetalwildpferd

In den Höhlen des Lonetals wurden die ältesten figürlichen Kunstwerke der Menschheit entdeckt. Sie haben dadurch nicht nur in archäologischen Kreisen weltweite Beachtung gefunden. Die Lonetalhöhlen waren Zufluchtsort und Lagerstätte der frühen Menschen. Dabei entstanden die ersten Zeugnisse der Anfänge von Kunst und Musik - dies belegen die einzigartigen etwa 35.000 Jahre alten Schnitzereien aus Mammutelfenbein und Flöten aus Knochen und Elfenbein.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Niederstotzingen, dem Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e. V., der Universität Tübingen und dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg wurden das Lonetalwildpferd und das Mammut bei der Landesausstellung in Stuttgart ausgestellt. Anschließend werden sie weiter in der Öffentlichkeit präsentiert.


Ziel
  • Die vorhandenen erdgeschichtlichen und kulturgeschichtlichen Potenziale sind attraktiv, überschaubar und für die Menschen faszinierend aufbereitet und dargestellt.
  • Die Menschen identifizieren sich mit den Schätzen ihrer Heimat.
  • Der Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Welterbe wird in Angriff genommen.

Aktueller Stand

November 2009:
Die Landesausstellung läuft seit dem 18. September 2009.

April 2010:
Die aktuelle Projektphase von 2010 bis 2015 der archäologischen Ausgrabungen am Vogelherd wird auch 2010 durch die Stadt Niederstotzingen, den Landkreis Heidenheim und den Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e. V. sowie durch weitere Sponsorenmittel unterstützt. Im Auftrag der Stadtverwaltung Niederstotzingen wird die Universität Stuttgart im Rahmen von Studienarbeiten ein Konzept für den geplanten Archäopark Vogelherd entwickeln. Auf Initiative des Landkreises Heidenheim beschließen die Kreistage des Landkreises Heidenheim und des Alb-Donau-Kreises im Frühjahr 2010 eine gemeinsame, an die Landesregierung gerichtete Resolution zur Aufnahme der archäologisch bedeutenden Höhlen im Lone- und Achtal in die Antragsliste zur Anerkennung als Welterbestätten der UNESCO. Im März 2010 wurde eine handliche 24-seitige Broschüre zu den Anfängen der Kunst und Musik bzw. zur Urgeschichtsforschung im Lonetal in hoher Auflage herausgegeben. Außerdem soll im Juli 2010 ein von Aideen Halliger (Kulturelle-Alb-Partie Heldenfingen) bearbeitetes Kinderbuch zum Leben in der Eiszeit im Lonetal erscheinen.

Juli 2010:
Zur Förderung der Eiszeitkunst überreichte Minister Rudolf Köberle (Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz) am 21. Juni den LEADER-Fördermittelbescheid zum Archäopark Vogelherd an die Stadt Niederstotzingen. Die Studienarbeiten der Universität Stuttgart zu einer entsprechenden Konzeption werden zur Zeit erstellt und zeigen vielversprechende Ansätze auf. Nachdem die diesjährigen Ausgrabungen des Tübinger Instituts am Vogelherd im Juni abgeschlossen wurden, erfolgt nun die wissenschaftliche Bearbeitung des Fundmaterials, die durch den Landkreis, den Förderverein Eiszeitkunst und durch Sponsorengelder der Wirtschaft finanziell unterstützt werden. Der Kreistag des Alb-Donau-Kreises und der Kreistag des Landkreises Heidenheim haben eine gemeinsame Resolution zur Aufnahme der archäologisch bedeutenden Höhlen im Lone- und Achtal in die Prioritäten- und Vorschlagsliste des Landes Baden-Württemberg zur Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte verabschiedet. Nach Aussage des Wirtschaftsministeriums soll hierzu nach der Sommerpause ein positiver Kabinettbeschluss erfolgen.
Am 27. Juli erscheint das reich illustrierte Kinderbuch zum Leben in der Eiszeit im Lonetal von Aideen Halliger im Verlag der Heidenheimer Zeitung mit Unterstützung durch das Landratsamt und den Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e. V.
Die ausgebildeten Landschafts- und Gästeführer (Alb-Guides) sind sehr engagiert und ihre Angebote für Touren und Führungen werden gut angenommen. Die Alb-Guides haben für die bessere Vermarktung ein eigenes Logo entworfen, zudem berichtet die Presse derzeit sehr positiv über die einzelnen Aktionen.

Jahresbericht 2010:
Zur Förderung der Eiszeitkunst konnte eine LEADER-Förderung für den Archäopark Vogelherd erreicht werden. Zur Ausgestaltung haben Studierende der Universität Stuttgart mehrere Modelle erstellt. Die Berechnung der finanziellen Belastung für den Bau und den laufenden Betrieb veranlasste den Gemeinderat von Niederstotzingen zu einem Projektstopp. Der Gemeinderat hat aufgrund der Signalisierung neuer finanzieller Unterstützungsmöglichkeiten den Projektstopp aufgehoben. Die Kreistage des Alb-Donau-Kreises und des Landkreises Heidenheim beschlossen eine gemeinsame an die Landesregierung gerichtete Resolution zur Aufnahme in die Antragsliste zur Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte.