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Wirtschaftsstruktur
An dieser Stelle haben wir Ihnen eine Zusammenfassung aus allen Informationsquellen, die uns täglich zur Verfügung stehen, komprimiert und übersichtlich dargestellt. Sie erhalten so einen ersten Gesamtüberblick über den Standort Landkreis Heidenheim.
Die Darstellung wird regelmäßig aktualisiert. Sie hat derzeit den Stand Dezember 2010.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns.
Standort
Strukturwandel
Arbeitsmarkt
Patente/ Innovationen
Insolvenzen
Bevölkerungsentwicklung
Stärken
Schwächen
Quellangaben
- Ostwürttemberg ist traditionell eine starke Industrieregion sowie ein ausgeprägter Entwicklungs- und Produktionsstandort.
- Der Landkreis Heidenheim bezieht einen wichtigen Teil seiner wirtschaftlichen Stärke aus familiengeführten, mittelständischen Unternehmen. Diese zeichnen sich durch Innovationsfreudigkeit und Standortverbundenheit aus.
- Der Landkreis steht für weltweit agierende Marktführer und andere erfolgreiche Firmen. Diese namhaften Unternehmen sind unter „Am Standort erfolgreich“ zu finden. (siehe: Verwandte Themen).
- Der Landkreis Heidenheim ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit guter Verkehrsanbindung, aufgrund der zentralen Lage im Süden Deutschlands, zwischen den Ballungsgebieten Stuttgart, München und Ulm.
- Innovative und flexible Logistikdienstleister sorgen dafür, dass die Produkte unserer Firmen weltweit ihre Empfänger erreichen. Wir sind eingebunden in das Landesnetzwerk Logistik.
- In Ostwürttemberg leben mehr Kinder als im Landesdurchschnitt. (Ostwürttemberg in Zahlen)
- Ostwürttemberg ist Dritter in den deutschen „Wohlfühlcharts”. (Deutsche Bank Research November 2007)
- Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat sich wie folgt entwickelt (Stichtag 31.3):
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
2010 |
44977 |
44468 |
45242 |
46138 |
45968 |
45855 |
- Der Landkreis Heidenheim hatte 2009 eine Kaufkraft von 2,59 Mrd. €. Die Kaufkraft im Landkreis Heidenheim ergab im Durchschnitt 19.410 €, pro Kopf. Der Landesdurchschnitt betrug 20.139 € pro Kopf (Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg à Kennzahlen im Einzelhandel 2009)
- Das BIP sowie das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in der Region Ostwürttemberg nahmen von 1991 bis 2008 konstant zu. Das BIP stieg in diesem Zeitraum von 8,02 Mrd. € auf 12,01 Mrd. €. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm von 7,26 Mrd. € auf 10,46 Mrd. € zu. (Statistisches Landesamt BW)
- Der Landkreis besitzt nach Daten von 2008 eine Markungsfläche von 627,12 qkm, wobei der Wald eine Fläche von 43% einnimmt. (Statistisches Landesamt BW, Landesforstverwaltung)
- Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen im Zeitraum von 1995 bis 2007 in der Region Ostwürttemberg von 2,1 Mrd. € auf 2,78 Mrd. €. (Statistisches Landesamt BW)
- Auch die Bruttolöhne im Landkreis Heidenheim nahmen von 1991 bis 2008 von 1,38 Mrd. € auf 1,87 Mrd. € zu.
Globalisierung der Märkte
Früh haben sich Unternehmen aus dem Landkreis Heidenheim auf ferne neue Märkte gewagt. 1904 wurden 12000 Steiff Teddybären bei der Weltausstellungin St. Louis Missouri verkauft. Ebenfalls 1904 lieferte der Heidenheimer Maschinenbauer Voith die erste Turbine für Wasserkraft nach Japan. Als weltweit erster Hersteller produziert die Firma Bosch Siemens Hausgeräte in der Giegener Fabrik schon seit 1993 FCKW und FKW freie Kühlgeräte. (Wirtschaftsregion Ostwürttemberg)
Verarbeitendes Gewerbe
Das verarbeitende Gewerbe ist die Stärke und Kernkompetenz des Landkreises Heidenheim. Gemessen an der Zahl der Betriebe, der Beschäftigten sowie der Umsätze und Investitionen ist diese Branche der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Jedoch sinkt die Beschäftigtenzahl in den letzten Jahren kontinuierlich, so dass 2008 18.247 Menschen dort beschäftigt waren.
Im Jahr 2000 waren es noch 23.241 Beschäftige in diesem Bereich. 2009 erlebte das verarbeitende Gewerbe im Landkreis Heidenheim jedoch einen Aufschwung und steigerte seinen Umsatz im Vergleich zu 2008 um 9 %, wohingegen Baden-Württemberg gewaltige Umsatzeinbußen in Höhe von 17,5% zu verzeichnen hatte. Auch die Beschäftigtenzahlen im Landkreis stiegen 2009 wieder an auf 19.439 Beschäftigte.
(Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband)
Handel
Die Handelsbranche ist vielfältig - Einzelhandel, Großhandel und Handelsvermittler sind im Landkreis erfolgreich auf dem Markt. Vor allem die Zahl der Einzelhandelsbetriebe hat in Ostwürttemberg in den vergangenen Jahren zugenommen. 2005 waren es 4516 Betriebe, bis 2010 ist die Zahl auf 5299 gestiegen.
Die Zahl der Beschäftigten hat sich wie folgt entwickelt:
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
2010 |
7362 |
7572 |
7956 |
7736 |
7725 |
7836 |
(Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband)
Gästezahlen
Der Landkreis Heidenheim hat im Zeitraum von 2005 (143.371 Übernachtungen) bis 2009 (169.713 Übernachtungen) einen Anstieg der Übernachtungszahlen zu verzeichnen. Die meisten Auslandsgäste kamen dabei aus den Niederlanden und aus Österreich. Der Tourismus ist geprägt durch Geschäftsreisende, Kurzurlauber und Tagesausflügler. Der Rückgang der Übernachtungen im Jahr 2009 ist der Wirtschaftskrise geschuldet. Die Zahl der Übernachtungen ist unmittelbar gekoppelt an die wirtschaftliche Lage, da mehr als 90% der Übernachtungen Geschäftsreisende sind. Viel Umsatz wird mit Tagesgästen generiert. Die Besucherzahlen in wichtigen touristischen Einrichtungen haben sich durchweg positiv entwickelt.
Statistik im Beherbergungsbereich Landkreis Heidenheim
Jahr |
Anzahl |
Ankünfte |
% zum Vorjahr |
Übernachtungen |
% zum Vorjahr |
2005 |
42 |
75547 |
-1,3 |
143371 |
-1,6 |
2006 |
40 |
82437 |
9,1 |
154539 |
7,8 |
2007 |
47 |
90500 |
9,7 |
167048 |
6,4 |
2008 |
48 |
94189 |
4,1 |
177472 |
6,2 |
2009 |
50 |
90885 |
-3,5 |
169713 |
-4,4 |
2010(4) |
49 |
41400 |
3,9 |
76300 |
0,5 |
Statistik im Beherbergungsbereich Baden-Württemberg
Jahr |
Anzahl
|
Ankünfte |
% zum Vorjahr |
Übernachtungen |
% zum Vorjahr |
2005 |
6904 |
14877492 |
3,8 |
40501096 |
1,2 |
2006 |
6775 |
15311383 |
2,9 |
40856856 |
0,9 |
2007 |
7095 |
15996409 |
-2,6 |
42404578 |
-2,8 |
2008 |
7049 |
16486694 |
2,9 |
43616862 |
2,9 |
2009 |
7027 |
16052992 |
-2,6 |
42416809 |
-2,8 |
2010(4) |
6977 |
6383400 |
0,3 |
16228400 |
-1,1 |
Bauhauptgewerbe
Seit 1976 sinken im Bauhauptgewerbe in der Region Ostwürttemberg die Anzahl der Betriebe sowie die Zahl der Beschäftigten. 1976 waren noch ca. 8.000 Menschen in etwa 450 Betrieben tätig, 2010 sind es in Ostwürttemberg nur noch 3870 Beschäftigte in 294 Betrieben. Die Anzahl der Betriebe im Landkreis Heidenheim blieb im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 mit 67 Betrieben konstant. Die Zahl der Beschäftigten ist in diesem Zeitraum von 621 auf 781 gestiegen. Das Krisenjahr 2009 hatte dabei keine Auswirkung auf das Bauhauptgewerbe. (Ostwürttemberg in Zahlen)
- Die Dienstleistungswirtschaft gewinnt im Landkreis Heidenheim weiter an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen werden in diesem Bereich gegründet. (Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband)
- 2007 sind im Landkreis insgesamt 35.100 Menschen im Dienstleistungsbereich tätig. Von 1991 bis 1996 waren es nur ca. 27.000. Seit 2006 haben die Dienstleister den Handel als gründungsstärkste Branche abgelöst.
- Viele produzierende Betriebe erzielen mittlerweile große Teile ihrer Wertschöpfung mit nachgelagerten produktionsnahen Dienstleistungen, die auch zur Dienstleistungswirtschaft gerechnet werden können. (Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband)
- Die größten DL-Branchen liegen im Bereich der Finanzen und bei unternehmensnahen Dienstleistungen. Nach wie vor ist der Dienstleistungsbereich im Landesvergleich unterdurchschnittlich vertreten. (Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband)
- Das produzierende Gewerbe ist historisch und neben der Dienstleistungsbranche eine zentrale Stärke des Landkreises Heidenheim. Die Dienstleistungsbranche hat jedoch nach den Beschäftigtenzahlen zufolge das produzierende Gewerbe überholt. Im produzierenden Gewerbe sind 2008, 27.600 Menschen tätig, im Dienstleistungsgewerbe sind 35.100 Menschen beschäftigt und in der Land- und Forstwirtschaft arbeiten 1.100 Menschen. (Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband 2008)
- Die Bruttowertschöpfung ist eine wichtige Kennzahl im Strukturwandel. Insgesamt generiert der Landkreis im Jahr 2005 3.205 Mio. € an Bruttowertschöpfung. Davon entfallen auf das produzierende Gewerbe 1.312 Mio. € und auf den Dienstleistungsbereich 1.746 Mio. €. Es wird deutlich, dass die Dienstleistungsbranche sich in Sachen Bruttowertschöpfung das produzierende Gewerbe ein- und überholt hat.
- 2008 waren es gesamt 3541 Mio. € an Bruttowertschöpfung, davon 31 Mio. € an Land und Forstwirtschaft, 1.631 Mio. € Produzierendes Gewerbe und 1.879 Mio. € Dienstleistungsbereiche. (Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband)
Die Arbeitslosenzahlen sind im Landkreis Heidenheim in den letzten Jahren stark gesunken. Jedoch liegen die Arbeitslosenquoten im Landkreis Heidenheim in der Regel über dem Landesschnitt. Im Oktober 2005 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis bei 8,6%. Vom Konjunkturaufschwung der vergangenen Jahre, mit einer Delle im Jahr 2009, hat der Arbeitsmarkt im Landkreis stark profitiert. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2008 bei 4%, unter dem Landesdurchschnitt. Baden-Württemberg hatte zu dieser Zeit eine Arbeitslosenquote von 4,1%. Im Oktober 2009 stieg die Arbeitslosenzahl auf 3727, dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,9%. Im Oktober 2010 sind 3462 Menschen arbeitslos gemeldet. (5,14%) Im November 2010 sinkt die Arbeitslosenquote im Landkreis Heidenheim auf 5,1%. (Land BW 4,3%)
- Ostwürttemberg und insbesondere der Landkreis Heidenheim gelten als Raum für Patente und Talente. Nach Stuttgart und München führt die Region die Patentstatistik an. (Patentatlas 2006)
- Laut Patentatlas 2006 hat Ostwürttemberg, gemessen am Bundes- und Landesdurchschnitt, einen Spitzenplatz inne, der gehalten und ausgebaut werden soll. Mit einer Dichte von 159 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner verbesserte sich Ostwürttemberg bundesweit vom dritten auf den zweiten Rang in der Tabelle aller 97 Regionen. (Patentatlas 2006)
- Beim Innovationsindex für die Stadt und Landkreise in Baden-Württemberg belegt der Landkreis Heidenheim 2010 den Rang 10 von 44, mit einem Innovationsindex von 40,4%. Der Ostalbkreis belegt mit seinem Innovationsindex (35,7%) Rang 13. Die Region Ostwürttemberg belegt im Regionalranking Platz 3 von 12 in Baden-Württemberg. (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)
- Das Land Baden-Württemberg belegt im Vergleich mit Ländern bzw. Regionen der Europäischen Union den Rang 1, mit einem Innovationsindex von 71,7%. (Statistisches Landesamt BW)
- Im Landkreis Heidenheim lag 2005 die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen bei 40. Im Zeitraum von 2006 bis 2009 stieg die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen von 28 auf 46. (Ostwürttemberg in Zahlen)
Aufgrund der demographischen Entwicklung prognostiziert das statistische Landesamt bis 2025 im Landkreis Heidenheim einen Bevölkerungsrückgang von 5,7 % auf 125.205 Personen. Für Baden-Württemberg ist in diesem Zeitraum ein Rückgang um 1 % von 10.749.506 auf 10.642.011 Menschen prognostiziert. (Statistisches Landesamt BW)
- Im Kreis Heidenheim kommen auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 4,8 Ingenieure. Deutschlandweit liegt der Ingenieuranteil bei 2,2 Prozent. Das bedeutet Rang 24 im Bundesvergleich und Platz acht von 44 in Baden-Württemberg. (Institut der deutschen Wirtschaft Köln)
- Im Jahr 2007 registrierte man im Kreis Heidenheim 3.794 Straftaten je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt: 6.786 Delikte). Das ist die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit Jahren. Mit 4498 Straftaten registriert die Polizei 2009 nahezu 500 Straftaten (-9,7%) weniger als im Jahr 2008 (4983 Straftaten). Im Vergleich zu den anderen Landkreisen gehört der Kreis Heidenheim zu den sichersten im Land. (Polizeiliche Kriminalstatistik Kreis Heidenheim 2009)
- Statistisch stehen 100 Nachfrager im Kreis Heidenheim einem Angebot von 102,2 Ausbildungsplätzen gegenüber. Mit dieser Ausbildungsplatzdichte wird Rang 58 im bundesweiten Vergleich belegt. Deutschlandweit stehen im Schnitt 98,9 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. In Baden-Württemberg bedeutet das Platz 7 unter 44 kreisfreien Städten und Landkreisen. (Institut der deutschen Wirtschaft Köln 2009)
- Die Arbeitskosten je Arbeitnehmer belaufen sich im Kreis Heidenheim auf 39.009 €. Im Bundesmittel liegen diese Kosten, die sich aus dem Bruttolohn bzw. /-gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen zusammensetzen, bei 31.846 €. Damit landet der Kreis Heidenheim bundesweit auf Rang 383. Innerhalb von Baden-Württemberg ergibt das Rang 38. (Institut der deutschen Wirtschaft Köln 2009)
- Der Saldo der Gewerbeanmeldungen und /-abmeldungen macht etwas Sorgen. Im Kreis Heidenheim lag dieser Saldo 2007 bei 0,8 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt ist ein Wert von 1,4. Das bringt Rang 316 im Gesamtranking und Platz 40 unter 44 kreisfreien Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg. (Institut der deutschen Wirtschaft Köln 2009)
- Die Bettenauslastung der Tourismusbetriebe und durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste liegt unter dem Landeswert in BW.
- Die Arbeitslosenquote liegt über dem baden-württembergischen Durchschnittswert.
- Bezüglich wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Entwicklung macht sich in Ostwürttemberg wachsende Zuversicht breit. Parallel zu den zunehmenden Auftragseingängen steigen die Erwartungen für eine positive Geschäftsentwicklung. Nachdem im Frühsommer 45 % der Unternehmen die Geschäftslage als „schlecht“ ansahen, sind es jetzt nur noch rund 37 %. (WiRO)
- Durch die zunehmenden Auftragseingänge sehen die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe insbesondere in der Metall- und Elektroindustrie seit Juni 2009 die Talsohle als durchschritten an. (WiRO)
- Bericht der WiRO (Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg, Stand November 2009)
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
- Ostwürttemberg in Zahlen, IHK und Regionalverband
- Agentur für Arbeit
- Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM-Regionalranking, Stärken-Schwächen-Profil Landkreis Heidenheim)
- Patentatlas 2006 (Analyse der IHK Ostwürttemberg)
- Innovationsindex 2010 (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)
- Landesforstverwaltung













