Mittwoch, 26. Februar 2014

B 492: Landräte kämpfen weiter für Lückenschluss

Planfeststellungsverfahren nach wie vor nicht eingeleitet - Bitte an Regierungspräsidenten um Unterstützung

Die Notwendigkeit ist erkannt, doch es geht nicht voran: Nach wie vor wurde das Planfeststellungsverfahren für den Lückenschluss der Bundesstraße 492 zwischen Hermaringen und Brenz nicht eingeleitet. Landrat Thomas Reinhardt (Landkreis Heidenheim), der gemeinsam mit Landrat Leo Schrell (Landkreis Dillingen) bereits seit geraumer Zeit vehement die Umsetzung der voraussichtlich rund 5,6 Millionen Euro teuren Maßnahme fordert, hat sich nun in einem Schreiben im Namen beider Landräte an den Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl gewandt.

Seit Fertigstellung der Umfahrung von Brenz und Obermedlingen im Juli 2012 endet die B 492 nach der Umfahrung von Brenz und beginnt wieder mit der Umfahrung von Hermaringen. Das 1,7 Kilometer lange Zwischenstück besteht aus der Landesstraße 1167, die durch eine ungünstige Streckenführung, einen unterdimensionierten Fahrbahnaufbau und gravierende Fahrbahnschäden gekennzeichnet ist. Aufgrund der damit verbundenen Unfallgefahren musste bereits vor Jahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h festgelegt werden. Trotzdem ist nach wie vor eine Unfallhäufung zu verzeichnen.
Wie Reinhardt dem Regierungspräsidenten mitteilt, hat Verkehrsminister Winfried Hermann - ebenfalls auf eine Anfrage der beiden Landräte - im August 2013 die Notwendigkeit des Lückenschlusses bestätigt und mitgeteilt, dass der zunächst für die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens vorgesehene Termin im Sommer 2012 aufgrund von Umplanungen nicht eingehalten werden konnte. Die Planfeststellungsunterlagen würden sich jedoch in der Endabstimmung befinden, so dass die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens voraussichtlich noch 2013 erfolgen kann. Leider sei dies bis zum heutigen Tag nicht geschehen. Nach Kenntnis von Schrell und Reinhardt sind die Planfeststellungsunterlagen zwischenzeitlich fertig gestellt. Ihre Bitte richtet sich nun an den Regierungspräsidenten, sich für eine zeitnahe Einleitung und zügige Durchführung des Planfeststellungsverfahrens einzusetzen. „Es geht um 1,7 Kilometer, auf welchen eine grenzübergreifende Bundesstraße über eine unfallträchtige und sanierungsbedürftige Landesstraße führt. Der RE-Entwurf für den Lückenschluss hat bereits Anfang 2011 den Gesehen-Vermerk des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erhalten. Die Zeit ist überreif, dass das Planfeststellungsverfahren endlich eingeleitet wird“, so die Landräte zum Hintergrund des Schreibens an Regierungspräsidenten Schmalzl.