Freitag, 11. April 2014

Austausch in der Gemeinschaftsunterkunft

Landrat besucht syrische Flüchtlingsfamilien in Gerstetten

Landrat Thomas Reinhardt besuchte die Flüchtlingsfamilien aus Syrien in der Gemeinschaftsunterkunft in Gerstetten. Bei dem Besuch unterhielt sich der Landrat mit den Männern und Frauen, die erst seit wenigen Monaten in Gerstetten leben und Reinhardt herzlich in ihren Wohnungen begrüßten, über ihre Erfahrungen, Sorgen und Wünsche.

„Es ist mir ein großes Anliegen zu sehen, wie es Ihnen geht“, so Reinhardt mit Hilfe des Übersetzers Mohammad Kurtan. Wie von mehreren Seiten deutlich wurde, bedeutet es den Familien, die aus lebensbedrohlichen Situationen in Syrien flohen,  sehr viel „hier einen sicheren Ort zum leben, an dem die Kinder in die Schule gehen können und gesundheitlich versorgt sind“, gefunden zu haben. Auch die Erfahrungen mit den Gerstettern seien sehr gut, berichteten Frauen und Männer. Vier Familien aus Syrien - insgesamt 20 Personen -, die über die Kontingentregelung nach Deutschland kamen, leben derzeit in der Gemeinschaftsunterkunft in Gerstetten. Obwohl erst seit Ende November in der Gemeinde, sprechen viele von ihnen schon ein wenig oder teils sogar gut deutsch. Die meisten stammen aus Damaskus oder Aleppo. „Die Familien hier waren direkt betroffen und haben alles verloren“, so Kurtan zur Situation der Familien, die trotz dieser Erfahrungen optimistisch in die Zukunft blicken. Der Landrat, der die Flüchtlingsfamilien bei dem Besuch aufforderte, auch ihre Sorgen und Nöte zu nennen, sagte zudem zu, für eine sechsköpfige Familie nach einer größeren Wohnung zu suchen. „Wir haben im Landkreis leider erhebliche Probleme, Wohnungen zu finden, doch wenn es im Rahmen des Möglichen ist, versuchen wir auf die Wünsche der Menschen, die bei uns Asyl gefunden haben, einzugehen“, so der Landrat.
 

Landrat Thomas Reinhardt (links) sprach in der Gemeinschaftsunterkunft in Gerstetten mit den Männern und Frauen über ihre Erfahrungen, Sorgen und Wünsche.