Mittwoch, 23. April 2014

Straßengräben sind keine Mülldeponie

Wilder Müll am Straßenrand ist eine ständiges Ärgernis

Wilder Müll an Straßenböschungen und auf Parkplätzen ist ein ebenso ärgerliches wie aktuelles Thema. Im Landkreis Heidenheim fallen auf den Außenstrecken von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen pro Jahr rund 90 Tonnen unterschiedlichster Müll an, die von den Mitarbeitern der beim Landratsamt angesiedelten Straßenmeisterei entsorgt werden müssen.

Allein im vergangenen Jahr fielen hierfür rund 2700 Arbeitsstunden an; allein die Müllgebühren beliefen sich auf rund 11.400 Euro. „Letztendlich geht dies alles zu Lasten des Steuerzahlers und verschandelt zudem das Landschaftsbild“, betont Hans Bendele, Fachbereichsleiter ÖPNV und Straßenbau im Landratsamt Heidenheim.

Im Rahmen einer Großaktion waren jüngst rund 20 Mitarbeiter der Straßenmeisterei drei Wochen lang damit beschäftigt, die Straßenböschungen von leeren Flaschen, Folien, Verpackungsmaterial, komplett gefüllten Müllsäcken, Gartenabfällen und vielem mehr zu säubern. Allein bei dieser Großaktion kamen rund 14 Tonnen Restmüll zusammen. „Erfahrungsgemäß werden im Laufe des Jahres noch weitere rund 70 bis 80 Tonnen bei den dreimal wöchentlich stattfindenden Kontrollfahrten der Streckenwarte entsorgt. Besonders ärgerlich ist auch, dass manche Zeitgenossen die Mülleimer an Parkplätzen nicht für reisetypische Abfälle nutzen sondern säckeweise ihren kompletten Hausmüll entsorgen“ sagt Bendele.
Er weist ausdrücklich darauf hin, dass nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften die „wilde“ Ablagerung von Abfällen mit erheblichen Geldbußen geahndet werden kann und unter Umständen auch zu einer Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft führt. Alle festgestellten Verstöße werden zur Anzeige gebracht. „Müll gehört nicht in die freie Landschaft sondern in die eigene Mülltonne“, mahnt Bendele.