Donnerstag, 15. Mai 2014

Der Pflegestützpunkt - ein Erfolgsmodell

Positive Bilanz nach über drei Jahren Pflegestützpunkt Landkreis Heidenheim

Als Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige hat der Pflegestützpunkt des Landkreises Heidenheim seit mehr als drei Jahren die Aufgabe, die Betroffenen neutral, umfassend und kostenlos über das komplexe Thema Pflege zu beraten. Ziel ist es dabei, wohnortnah Informationen und Beratung aus einer Hand anzubieten. Die Rückmeldungen sind sehr positiv, die Hilfe wird gut angenommen, ziehen die Mitarbeiterinnen Bilanz.
Die Zahlen sprechen für sich – Hilfebedürftige und ihre Angehörigen wurden seit der Einrichtung des Pflegestützpunktes Ende des Jahres 2010 in über 3200 Fällen beraten. Wegen der komplexen Themen waren dazu häufig mehrfache Termine notwendig, „Der Bedarf war von Anfang an da, monatlich kommen rund 80 Ratsuchende, Tendenz steigend“, so Pflegestützpunktmitarbeiterin Christel Krell. Dies liege unter anderem in der flexiblen Beratung und der Möglichkeit der Hausbesuche, ist sie überzeugt. Ausschlaggebend sei jedoch besonders die Qualität und der Umfang der Beratung. „Wenn ein Pflegefall eintritt stehen die Betroffenen und die Angehörigen vor einem Berg von Fragen. Der Pflegestützpunkt bietet hier Hilfe aus einer Hand. Das wird genutzt, wie die Fallzahlen mehr als deutlich zeigen, und wird künftig mit Blick auf den demografischen Wandel und die steigende Zahl älterer Menschen noch mehr an Bedeutung gewinnen“, so Landrat Thomas Reinhardt.

Die Fragen, mit denen sich die beiden am Pflegestützpunkt tätigen Sozialpädagoginnen befassen, sind thematisch breit gefächert: Welche Pflegedienstleistungen gibt es vor Ort, wenn ich Angehörige zu Hause pflege? Welche Hilfe kann ich von den Pflegekassen erwarten? Wie kann ich meine Wohnung altersgerecht machen? Wo gibt es Entlastungsangebote für pflegende Angehörige? Derzeit bestehe gerade beim Thema Demenz großer Informationsbedarf, berichtet Veronika Bruckner.

An den Pflegestützpunkt, dessen Träger neben dem Landkreis Heidenheim die gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen sind, können sich alle wenden, die Fragen im Zusammenhang mit Pflegebedürftigkeit haben - auch schon im Vorfeld der Pflege. Der Pflegestützpunkt hilft, die richtige Form der Unterstützung zu finden und die notwendigen Anträge zu stellen. Er koordiniert und vernetzt die vor Ort vorhandenen Hilfsangebote. „Wir stehen mit Dienstleistern, anderen Beratungsstellen, ehrenamtlichen Gruppierungen und anderen Leistungsanbietern in gutem Kontakt und kennen die Strukturen und Angebote vor Ort“, so Veronika Bruckner. So sei es möglich, die Hilfesuchenden an einer zentralen Anlaufstelle umfassend zu beraten.

Das Büro des Heidenheimer Pflegestützpunktes befindet sich im Landratsamt Heidenheim, Felsenstrasse 36; die Mitarbeiterinnen sind telefonisch unter Tel. 07321/321-2424 oder 07321/321-2473 zu den Sprechzeiten zu erreichen. Diese sind Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 11.30 Uhr, Montag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17.30 Uhr. Zusätzlich jeden 2. Donnerstag in der Außenstelle im Rathaus Giengen, Marktstraße 11, von 9 bis 11.30 Uhr. Neben den regulären Öffnungszeiten des Pflegestützpunktes können auch Termine außerhalb der Sprechzeiten vereinbart werden. Weitere Infos in der Rubrik Pflegestützpunkt.
 
 

Die beiden Pflegestützpunktmitarbeiterinnen Christel Krell (links) und Veronika Bruckner übernehmen eine Lotsenfunktion für Pflegebedürftige und deren Angehörige.