Samstag, 28. Juni 2014

Borkenkäfer-Gefahr unverändert hoch

Aktueller Witterungsverlauf verlangt von Waldbesitzern weiterhin Aufmerksamkeit

Die heißen Temperaturverhältnisse zu Pfingsten haben zu einem sehr konzentrierten Schwärmflug des für die Fichten gefährlichen Borkenkäfers namens Buchdrucker geführt. Dies lässt sich aus dem Netz an Monitoring-Fallen, die der Fachbereich Wald und Naturschutz des Landratsamtes im Kreisgebiet unterhält, deutlich nachvollziehen.

Mit neuem Stehendbefall ist jetzt verstärkt zu rechnen. Die Käfer der letzten Schwärmwelle legen aktuell neue, so genannte Rammelkammern und Muttergänge an, sodass vor allem die Bohrmehlsuche wieder intensiviert werden sollte.
Waldbesitzer sind aufgefordert, im wöchentlichen Abstand ihre besonders betroffenen Bestände auf frischen Befall hin zu kontrollieren. Besonders gefährdet sind Fichtenbestände ab Alter 60. Sehr anfällig sind gleichaltrige, wenig strukturierte Reinbestände, die eine schockartige Vorschädigung erlitten haben (vor allem instabile, plötzlich durch Sturm, Trockenheit, Kahlfraß usw. freigestellte Bäume an Bestandesrändern). Befall zeigt sich derzeit vor allem truppweise (2 bis 20 Bäume) durch Bohrmehl am Stammfuß (hinter Rindenschuppen und auf der Bodenvegetation) und durch einzelne dürre Kronen. Weitere Merkmale sind abfallende Rinde, Harztröpfchen unterhalb der Krone, Spechteinschläge und ein charakteristischer süßlicher Geruch.

Je nach Entwicklungsstadium bleiben zwei bis sechs Wochen Zeit bis zum erneuten Ausflug einer Käfergeneration und weiterem Stehendbefall. Privatwaldbesitzer werden daher gebeten, befallene Bäume umgehend einzuschlagen und aufzuarbeiten. Bruttaugliches Gipfel sollten klein gesägt werden, damit sie rasch austrocknen. Vermarktung und Aushaltung des Holzes sollten vor der Aufarbeitung mit der örtlich zuständigen Forstrevierleitung abgestimmt werden.

Bei Fragen oder wenn Unterstützung zur Aufarbeitung benötigt wird, wenden Sie sich bitte an die örtlich zuständige Revierleitung oder an das Landratsamt Heidenheim - Fachbereich Wald und Naturschutz, Telefon: 07321-321-1371.