Dienstag, 29. Juli 2014

Hundeschulen künftig genehmigungspflichtig

Ab August 2014 benötigt jeder, der gewerbsmäßig Hunde ausbilden oder Tierhalter dazu anleiten will, eine Erlaubnis. Die Änderung ergibt sich aus § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8f des Tierschutzgesetzes.

Die Erlaubnispflicht bezieht sich auf Betreiber gewerbsmäßiger Hundeschulen und Hundeverhaltenstherapeuten.
Freiberuflich und somit selbstständig tätige Personen, die Hunde ausbilden, benötigen, wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, eine eigene Erlaubnis.

Verantwortliche Personen müssen aufgrund ihrer Ausbildung oder ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren über die für die Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Dies muss in dem jeweiligen Antrag dargelegt werden. Gegebenenfalls muss der Nachweis hierüber in einem Fachgespräch, das in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Prüfungsteil besteht, beim Landratsamt erbracht werden. Nachzuweisen sind dabei insbesondere ausreichende Kenntnisse über die Biologie des Hundes, dabei zum Beispiel das Spiel-, Aggressions- und Jagdverhalten, die Aufzucht, Haltung, Fütterung und allgemeine Hygiene sowie häufige Erkrankungen des Hundes und dessen medizinische Versorgung. Des Weiteren müssen einschlägige tierschutzrechtliche und sonstige Vorschriften bekannt sein und Kenntnisse über das Lernverhalten und weitere für die Ausbildung und das Training von Hunden entscheidender Faktoren vorliegen.

Infos & Antragstellung beim Landratsamt Heidenheim, Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Felsenstr. 36, 89518 Heidenheim, Tel. 07321/321-2601, Fax: 07321/321-2602.