Montag, 11. August 2014

Borkenkäfer-Gefahr unverändert hoch

Waldbesitzer müssen weiterhin aufmerksam bleiben

Trotz teilweise ungünstiger Witterung in den vergangenen Tagen ist im August mit einem erneuten konzentrierten Schwärmflug des Buchdruckers zu rechnen - ein Borkenkäfer, der den Fichtenbeständen gefährlich werden kann. Wie das Landratsamt Heidenheim - Fachbereich Wald und Naturschutz - mitteilt, lässt sich das von der letzten Schwärmwelle Mitte Juni und der Entwicklungszeit des Buchdruckers von rund sechs Wochen ableiten.

Je nach weiterem Witterungsverlauf besteht sogar das Risiko der Ausbildung einer dritten Buchdrucker-Generation in diesem Spätsommer. Somit ist verstärkt mit neuem Stehendbefall zu rechnen. Es sind weiterhin intensive Kontrollen notwendig.
Das Landratsamt fordert die Waldbesitzer auf, im wöchentlichen Turnus ihre besonders betroffenen Bestände auf frischen Befall zu kontrollieren. Sehr anfällig sind gleichaltrige, wenig strukturierte Fichten-Reinbestände ab Alter 60, die bereits stark vorgeschädigt sind. Hierzu gehören vor allem instabile, plötzlich durch Sturm, Trockenheit, Kahlfraß usw. freigestellte Bäume an Bestandsrändern. Frisch durchforstete Bestände sind ebenfalls gefährdet. Ein Befall ist derzeit vor allem an Bohrmehl am Stammfuß (hinter Rindenschuppen, auf Spinnweben und auf der Bodenvegetation), an abfallender Rinde sowie an einzelnen dürren Kronen zu erkennen. Weitere Merkmale sind Spechteinschläge und Harztröpfchen unterhalb der Krone.
Das Landratsamt bittet die Waldbesitzer, befallene Bäume umgehend einzuschlagen und aufzuarbeiten, da ansonsten die Gefahr eines erneuten Ausflugs und einer Massenvermehrung besteht. Bruttaugliche Gipfel sollten klein gesägt werden, damit sie rasch austrocknen. Vor der Aufarbeitung sollten die Aushaltung und Vermarktung des Holzes mit der örtlich zuständigen Forstrevierleitung abgestimmt werden.

Bei Fragen oder bei Bedarf zur Unterstützung bei der Aufarbeitung bieten die örtlich zuständige Revierleitung oder das Landratsamt Heidenheim - Fachbereich Wald und Naturschutz, Telefon 07321-321-1371, Unterstützung.