Dienstag, 19. August 2014

Ärztliche Versorgung im Landkreis Heidenheim

Landrat und Abgeordnete fordern Flexibilisierung der Planungsgebiete

Im Anschluss an die Bürgerwerkstatt der CDU Niederstotzingen, bei der mit den Bürgerinnen und Bürgern über die ärztliche Versorgung im Landkreis Heidenheim diskutiert wurde, wandten sich nun die CDU-Abgeordneten Roderich Kiesewetter und Bernd Hitzler und Landrat Thomas
Reinhardt in einem gemeinsamen Schreiben an die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württembergs.
In dem Schreiben weisen die politischen Entscheidungsträger auf die faktisch bestehende ärztliche Unterversorgung in der ländlichen Region im Landkreis Heidenheim hin. Ein Grund für diese Unterversorgung liegt in der künstlichen Einteilung der Planungsgebiete. Die bisherige Einteilung
differenziert nicht zwischen der Stadt Heidenheim und der übrigen Region im Landkreis. Dies führt dazu, dass die faktisch in einigen Gebieten vorherrschende eindeutige Unterversorgung bislang unberücksichtigt bleibt. Die Politiker sehen es deshalb als notwendig an, „bei der Einteilung der Planungsgebiete zwischen der Stadt Heidenheim und der übrigen Region im Landkreis Heidenheim zu
differenzieren“. Nur so könne die tatsächliche Unterversorgung realitätsnah abgebildet werden.
Gemeinsam fordern die Abgeordneten und Landrat Reinhardt der Unterversorgung nachhaltig zu begegnen und die Entwicklung durch eine Flexibilisierung der Planungsgebiete zumindest abzuschwächen.
„Eine Vielzahl der Landärzte in den ländlichen Gebieten im Landkreis wird sich in nur wenigen Jahren zur Ruhe setzen. Wir müssen deshalb frühzeitig anpacken und gemeinsam für eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung kämpfen“, so Bundestagsabgeordneter Kiesewetter.
„Es ist dringend notwendig, dass die Plangebiete geändert werden. Und das schnell: Schon jetzt gibt es in Hermaringen gar keinen Arzt mehr und auf dem Härtsfeld sieht es auch nicht gut aus. Es kann nicht sein, dass anhand dieser tatsächlichen Unterversorgung im Landkreis Heidenheim aufgrund von künstlichen Gebietseinteilungen von einer Überversorgung ausgegangen wird. Hier muss sich dringend etwas ändern“, so Landrat Reinhardt.