Donnerstag, 25. September 2014

Klimaschutz: Bund fördert Landkreis-Konzept

Alle Städte und Gemeinden beteiligt - Handlungsempfehlungen und Strategie werden erarbeitet

Der Landkreis Heidenheim ist der Erstellung eines Integriertes Klimaschutzkonzept einen großen Schritt näher gekommen: Jüngst ist der Förderbescheid des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eingegangen, der eine Förderzusage des Bundes in Höhe von bis zu 65 Prozent der Aufwendungen beinhaltet. Derzeit wird die Erstellung des Konzepts öffentlich ausgeschrieben.

„Die Förderzusage des Bundes ist für uns nicht nur der Startschuss für die konzeptionelle Arbeit, sondern gleichzeitig auch eine Bestätigung unserer bisherigen Bemühungen, gemeinsam mit allen Städten und Gemeinden im Landkreis die Energiewende voranzutreiben“, so Landrat Thomas Reinhardt. Wie er betont, beteiligen sich alle Städte und Gemeinden an der Erstellung des Konzepts, womit der Landkreis Heidenheim eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg einnehme. „Alle sitzen mit im Boot, alle haben dasselbe Ziel: Den Klimaschutz aktiv zu fördern und zu verstärken.“

Bereits im Juli 2013 hatte der Kreistag den Beschluss gefasst, ein Integriertes Klimaschutzkonzept auf den Weg zu bringen, im Frühjahr 2014 war ein Förderantrag beim Bund gestellt worden. Bis zum 17. Oktober, 9 Uhr, läuft nun die öffentliche Ausschreibung zur Erstellung des Konzepts, auf die sich qualifizierte Ingenieurbüros bewerben können. Nach Auswertung der Angebote wird der Kreistag voraussichtlich im Dezember über die Vergabe entscheiden. Die Erstellung des Konzepts wird nach aktuellem Stand am 1. Februar 2015 starten. Rund ein Jahr wird es in Anspruch nehmen, bis eine langfristige Strategie zum Klimaschutz erarbeitet ist, wobei in enger Abstimmung mit den Kommunen im Landkreis ein Maßnahmenbündel erarbeitet werden soll, das in den verschiedenen möglichen Betätigungsfeldern energetische Einsparmöglichkeiten aufzeigt und Handlungsfelder definiert. Insbesondere für kommunale Einrichtungen, private Haushalte, Industrie, Gewerbe und Verkehr sollen realistische Ziele und machbare Maßnahmen zur Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Energien formuliert werden. Grundlage hierfür ist die Bewertung der Ist-Situation (Energie- und CO2-Bilanz), die in den kommenden Monaten ebenfalls erfasst werden soll.

Gemäß einer unverbindlichen Preisermittlung werden sich die Kosten für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes auf rund 172 000 Euro belaufen, maximal rund 112 000 Euro werden vom Bund übernommen. An der Restfinanzierung werden sich auch die Städte und Gemeinden entsprechend ihrer Einwohnerzahl beteiligen. Die anschließende Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes soll durch einen Klimaschutzmanager begleitet werden - auch hierbei hofft das Landratsamt auf eine Förderung des Bundes. „Die Konzepterstellung ist Voraussetzung für unser eigentliches Ziel, die Umsetzung von langfristig angelegten Klimaschutzmaßnahmen. Hier sind wir auf einem guten Weg, den wir stringent weiterverfolgen werden“, so Landrat Reinhardt.