Montag, 1. Dezember 2014

Eisbruchgefahr im Wald

Das Landratsamt Heidenheim weist darauf hin, dass angesichts der gegenwärtigen Witterung in einigen Wäldern des Landkreises Heidenheim Gefahr durch Eisbruch besteht. Die Witterung am vergangenen Wochenende führte insbesondere in den Hochlagen von Albuch und Härtsfeld zur Bildung von dickem Reifanhang an Ästen und Zweigen.
„Für Waldbesucher besteht derzeit erhebliche Gefahr durch herabstürzende Äste und Kronenteile. Entsprechende Bereiche sind zu meiden“, warnt Jens-Olaf Weiher vom Fachbereich Wald und Naturschutz im Landratsamt Heidenheim. Was gerade angesichts des bisher vermissten Winters sehr romantisch aussieht, kann sich jederzeit zu einem tödlichen Geschoss entwickeln. Durch das enorme Gewicht brechen selbst bei völlig gesunden Bäumen laufend und unvermittelt Äste aus den Kronen und stürzen zu Boden. Selbst wenige Zentimeter dicke Äste können dabei schwere Verletzungen verursachen.
Auch wenn sich die Situation durch eine Erwärmung entspannen sollte, ist in den kommenden Tagen beim Waldbesuch erhöhte Vorsicht geboten, da viele abgefallene Kronenteile auf den Wegen liegen oder auch angebrochene Äste noch nachträglich herabstürzen können. Forstleute und Waldbesitzer sind bemüht, insbesondere stark frequentierte Wege zu kontrollieren, ganz ausschließen können sie derartige waldtypische Gefahrenquellen jedoch nicht.
„Hier geht es im Prinzip um wetterbedingte höhere Gewalt und ich appelliere an die Vernunft jedes Einzelnen, die Situation im Wald und am Waldrand ebenso wie bei Sturm richtig einzuschätzen“, so Weiher.