Freitag, 24. April 2015

Eröffnung des neu gestalteten Lonetalwanderwegs

Unterwegs mit prominenter Begleitung

Der Lonetalwanderweg ist offiziell eröffnet – begleitet wurde die erste Wanderung von Wanderprofi Manuel Andrack, früherer Co-Moderator von Harald Schmidt. Mit einer Länge von etwa 60 Kilometern verbindet der Lonetalwanderweg zahlreiche Sehenswürdigkeiten in einer reizvollen Landschaft.

Ein strahlend blauer Himmel, gut gelaunte Gäste aus nah und fern und der Wanderer und Autor Manuel Andrack trugen zu einer gelungenen weiteren Projekteinweihung der LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion bei. Nach kurzen Grußworten von Bürgermeister Wolfgang Mangold (Langenau) und Landrat Thomas Reinhardt (Landkreis Heidenheim), Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion, erkundeten zahlreiche Wanderer einen Teil des neuen Wanderwegs.

Der Lonetalwanderweg zwischen Amstetten-Bahnhof und Hermaringen verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. „Das Lonetal hat eine touristische Entwicklung hinter sich, die sich sehen lassen kann. Über viele Jahre schlummerten dort kulturelle Schätze wie unser Mammut, das Vogelherd-Pferdchen und der Löwenmensch. Die Fundstätten dieser Kunstwerke aus der Eiszeit, die als derzeit älteste Belege für menschliches Kunstschaffen gelten, sind heute sogar auf dem Weg zum Weltkulturerbe“, so Landrat Reinhardt.

Schon seit einiger Zeit wird das Lonetal Schritt für Schritt touristisch erschlossen. Mit Hilfe von LEADER konnten bereits mehrere touristische Punkte umgesetzt werden, um das Lonetal mit seiner bewegenden eiszeitlichen Vergangenheit erlebbar zu machen: So wurde beispielsweise mit Hilfe von LEADER der Archäopark am Vogelherd, ein Eiszeitpfad im Lonetal und beim Hohlenstein-Stadel eine Geopark-Infostelle „Höhle des Löwenmenschen“ realisiert. Am Ende des Lonetals, wo sich mit der Charlottenhöhle die längste begehbare Schauhöhle Süddeutschlands befindet, wurde die Einrichtung der HöhlenErlebnisWelt mit ihrem Schauland über Fördermittel unterstützt. Und nun reiht sich der Lonetalwanderweg in die Liste der erfolgreich umgesetzten LEADER-Projekte im Lonetal ein. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 56.000 Euro konnten zu einem großen Teil durch Fördergelder der Europäischen Union gedeckt werden.

Zwar gibt es im Lonetal schon seit vielen Jahren einen gut ausgeschilderten Fahrradweg, für Wanderer war es bisher aber eher schwierig eine schöne durchgängige Strecke zu finden. Bislang waren Wanderungen nur auf den zwei nicht miteinander verbundenen markierten Wanderwegen des Albvereins zwischen Amstetten und Westerstetten/Breitingen sowie zwischen der Charlottenhöhle und Hermaringen möglich. Diese Lücke konnte mit dem Lonetalwanderweg nun geschlossen werden. Durch die Neukonzeption der Wegführung schließen sich drei Rundwanderwege (Fohlenhausrunde, Neandertalerweg und Höhlengang) an den Streckenweg Lonetalwanderweg an. Dadurch besteht die Möglichkeit, die reizvolle Landschaft des Lonetals mitsamt den zahlreichen und beeindruckenden Höhlen auf Tageswanderungen zu erkunden. Zudem treffen nun der vom Deutschen Wanderverband erst kürzlich ausgezeichnete Albschäferweg und der Lonetalwanderweg zusammen.
„Diese wichtige und beeindruckend touristische Weiterentwicklung des Lonetals ist auch einer landkreisübergreifenden Partnerschaft zu verdanken. Durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Heidenheim und dem Alb-Donau-Kreis konnte ein umfangreiches Wanderangebot geschaffen werden“, so Landrat Reinhardt. „Diese Zusammenarbeit ist durch die LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion auch für die kommenden Jahre gesichert. Wir sind uns sicher, dass noch viele weitere tolle Projekte zu Stande kommen werden.“

Von links Hester Rapp- van der Kooij (Geschäftsführerin LEADER- Brenzregion), Manuel Andrack (Autor), Landrat Thomas Reinhardt, Günther Krämer (Wanderführer und beteiligt an der Entwicklung des Lonetalwegs)