Montag, 1. Juni 2015

Große Resonanz auf Vortragsreihe zum Thema Demenz

Pflegestützpunkt im Landratsamt bot fünfteilige Veranstaltungsreihe

Der Pflegestützpunkt des Landkreises Heidenheim hat im Rahmen einer fünfteiligen Vortragsreihe zwischen März und Mai das Thema Demenz beleuchtet. Wie wichtig dieses Thema ist, haben die hohen Besucherzahlen gezeigt.
Schon die erste Veranstaltung der Vortragsreihe Demenz war sehr gut besucht: die Pflegestützpunktmitarbeiterin Veronika Bruckner informierte hierbei über die Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige. Zahlreiche Fragen in der anschließenden Diskussionsrunde zeigten den großen Informationsbedarf in diesem Bereich. Den zweiten Vortrag hielt Dr. Martin Zinkler, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Heidenheim, über Diagnose, Formen, Symptome und Therapiemöglichkeiten der Demenz. Die dritte Veranstaltung hatte das Thema „Demenz – kein leichtes Thema für Angehörige - Wie kann ein einfühlsamer und würdevoller Umgang gelingen?“ „Die Menschen sind alle unterschiedlich betroffen, haben unterschiedliche Stärken, Wünsche und individuelle Lebensentwürfe“, so Alexandra Werkmann vom ProjektDEMENZUlm. Sie berichtete über Ängste und Bewältigungsstrategien und welchen Herausforderungen sich die Betroffenen täglich stellen müssen: Was braucht der Mensch mit Demenz, was brauchen die Angehörigen? Und welche Grundregeln sind im Umgang zu beachten.
Bei der vierten Veranstaltung referierte Luitgard Nahrholdt vom Sachgebiet Hilfe zur Pflege beim Landratsamt Heidenheim über Finanzierungsmöglichkeiten, wenn die eigenen Mittel für die pflegerische Versorgung nicht ausreichen. Thematisiert wurden die Leistungsvoraussetzungen und der Umfang von Leistungen.
Zum Abschluss der Vortragsreihe sprach Stefan Kauffmann, Geschäftsführer des Betreuungsvereins Heidenheim, über die rechtlichen Aspekte, die bei einer Erkrankung wie Demenz früher oder später bedeutsam werden. Was passiert, wenn die Einsichtsfähigkeit des Erkrankten verloren geht? Gibt es wirksame Vorsorgemöglichkeiten? Die Zuhörer erhielten umfangreiche Informationen über das Betreuungsrecht, die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung. An der lebhaften Diskussion wurde deutlich, dass das Thema Recht bei Angehörigen von dementiell Erkrankten einen großen Raum einnimmt und immer wieder viele Fragen aufwirft.
„Alle fünf Vorträge waren sehr gut besucht, wir konnten mit der Veranstaltungsreihe zur Aufklärung über das Thema Demenz und zu einer anderen Sichtweise über das Krankheitsbild beitragen“, so die Organisatorinnen der Veranstaltungsreihe Veronika Bruckner und Christel Krell vom Pflegestützpunkt. Beide freuten sich über die rege Teilnahme an den Vorträgen und die positiven Rückmeldungen der Gäste. Für weitere Informationen und Beratung zum Krankheitsbild Demenz sowie den verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten stehen die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts im Landratsamt Heidenheim, Telefon 07321/321-2424 oder 07321/321-2473, gerne zur Verfügung.

Bild: Veronika Bruckner, Pflegestützpunkt Landkreis Heidenheim, referiert im vollbesetzten Konferenzraum des Landratsamtes Heidenheim zum Thema Demenz.