Donnerstag, 13. August 2015

Langanhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Wasserständen

Landratsamt appelliert, Wasserentnahmen an Bächen und Flüssen in Niedrigwassersituationen zu unterlassen

Aufgrund der anhaltenden trockenen Witterung sinken die Pegelstände der Flüsse und Bäche im Land zum Teil erheblich. Der Wassermangel bedroht seltene Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel den bundesweit stark gefährdeten Steinkrebs, der in einigen Flüssen immer noch in stabilen Populationen zu finden ist. Außerdem leidet auch die Selbstreinigungskraft der Gewässer unter dem Wassermangel.

„Aktuell ist die Lage im Landkreis Heidenheim noch nicht so kritisch wie in anderen Landesteilen“, sagt Udo Awiszus vom Landratsamt Heidenheim, Fachbereich Bau und Umweltschutz. „Einige Gewässer fallen im Sommer regelmäßig trocken wie zum Beispiel die Lone. Die Brenz dagegen führt noch ausreichend Wasser. Die Karstquellen, die die Brenz speisen, reagieren weniger empfindlich auf die Trockenheit als zum Beispiel oberflächennahe Quellen. Nichtsdestotrotz sinken auch die Wasserstände der Brenz.“
Wasserentnahmen verschärfen die Situation und können dazu führen, dass Gewässer streckenweise oder ganz trocken fallen. Der Fachbereich Bau und Umweltschutz weist darauf hin, dass Wasserentnahmen, die über das Schöpfen mit Gefäßen in geringen Mengen, dem sogenannten Gemeingebrauch, hinausgehen, einer wasserrechtlichen Erlaubnis bedürfen. Der Einsatz mobiler Pumpen, aber auch das Aufstauen oder Absenken der Gewässer zur Wasserentnahme ist nicht zulässig.
Da in nächster Zukunft mit keinen nennenswerten Niederschlägen zu rechnen ist, appelliert der Fachbereich Bau und Umweltschutz daher an die Verantwortung jedes Einzelnen, Wasserentnahmen an den Bächen und Flüssen in Niedrigwassersituationen zu unterlassen und statt dessen Leitungswasser zu verwenden. Unerlaubte Wasserentnahmen können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden. Bei kritischen Situationen werden verstärkt Kontrollen durchgeführt.