Freitag, 11. September 2015

Hände weg vom Handy

Schulanfang: Landrat Reinhardt bittet um Vorsicht und Rücksicht im Straßenverkehr

Mehr als 1000 Kinder machen sich im Landkreis Heidenheim im Schuljahr 2015/2016 erstmals auf den Weg zur Schule. Die Verkehrsteilnehmer sind deshalb aufgefordert, Vorsicht walten zu lassen. Wichtig ist, dass die Eltern den Schulweg mit ihren Kindern solange gemeinsam üben, bis dieser von den Kindern sicher bewältigt wird. Landrat Thomas Reinhardt appelliert zudem an die Verkehrsteilnehmer, die Hände vom Handy zu lassen.

„Wenn die Schule wieder los geht, sind nicht nur die Kinder, sondern vor allem im Straßenverkehr auch die Erwachsenen gefordert. 1052 Einschulungskinder machen sich dieses Jahr im Landkreis Heidenheim erstmals auf den Schulweg. Deshalb: Fuß vom Gas und besonders aufmerksam sein“, so Landrat Thomas Reinhardt. Er appelliert zudem an alle Verkehrsteilnehmer, auf die Nutzung von Handy oder Smartphone zu verzichten: „Dadurch können alle mithelfen, die Verkehrswege sicherer zu machen.“ Denn trotz der drastischen Unfallgefahr nimmt die Nutzung von Smartphones im Straßenverkehr zu – und auch Fußgänger sind häufig durch den Blick auf das Handy abgelenkt. „Nicht nur zum Schulanfang sind Vorsicht und Rücksicht gefordert – deshalb sollte besonders am Steuer das Handy tabu sein“, so Reinhardt.

Gemeinsam mit der Polizei hat das Landratsamt Tipps für den Schulanfang zusammengestellt:
Schulweg: In der Schule oder im Rathaus ihrer Heimatgemeinde erhalten Eltern einen Schulwegplan mit empfohlenen Schulwegen. Darin werden Problemstellen und Möglichkeiten zur Umgehung von Gefahren aufgezeigt. Gerade wenn es morgens noch dämmerig ist, sollten die Kinder helle und reflektierende Kleidung und Ausrüstung tragen. Um die Schulanfänger auf den Schulweg vorzubereiten, sollten die Eltern den ganzen Weg und besonders die markanten Stellen wie Ampeln, Kreuzungen oder Zebrastreifen mit den Kindern abgehen und an den ersten Tagen noch hinterher gehen. Dabei gilt: Nicht der kürzeste, sondern der sicherste Schulweg ist der beste.

Bushaltestelle: Wenn der Bus heranfährt, müssen die Kinder besonders aufmerksam sein - drängeln, schubsen und raufen ist tabu. Sehr wichtig ist auch, dass die Kinder einen Abstand zum Fahrbahnrand einhalten. Nach dem Aussteigen soll die Fahrbahn erst dann überquert werden, wenn der Bus die Haltestelle wieder verlassen hat. Wichtig: Nie vor dem noch stehenden Bus über die Straße gehen! Auch Autofahrer müssen an Bushaltestellen besonders vorsichtig sein. Hier schreibt die Straßenverkehrsordnung langsames und bremsbereites Fahren vor. Beim Annähern des Busses an die Haltestelle mit Warnblinklicht darf nicht überholt werden. Wenn der Bus mit Warnblinklicht an der Haltestelle steht, darf maximal mit Schrittgeschwindigkeit (in beiden Fahrtrichtungen) vorbeigefahren werden.

Mit dem Rad zur Schule: Kindern fehlt mindestens bis zu einem Alter von neun Jahren das notwendige Gefahrenbewusstsein, weshalb sie vorher nie ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs sein sollten. Ein Kind sollte erst nach dem erfolgreichen Ablegen der Radfahrausbildung mit einem verkehrssicher ausgestatteten Rad zur Schule fahren. Zudem wird dringend empfohlen, einen Fahrradhelm aufzusetzen.

Die Polizei und das Landratsamt Heidenheim setzen zur Sicherheit der Schulanfänger auch auf eine verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung im Schulwegbereich. Schwerpunkte der Polizei werden außerdem die Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht sowie des Verhaltens von Fahrern gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulbussen, an Bushaltestellen sowie an Fußgängerfurten und Fußgängerüberwegen sein. Besonders im Blick hat die Polizei zudem Verstöße gegen Park- oder Haltverbote insbesondere durch „Elterntaxis“ und die Nutzung von Mobiltelefonen während des Fahrens im engen Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen sowie das Schülerverhalten auf den Schul- und Radwegen.

Info: Hinweise für den Schulweg gibt es auch im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de und auf der Homepage der Unfallforschung der Versicherer www.udv.de.