Montag, 23. November 2015

Grundwasserschonend landwirtschaften

Donauried-Hürbe-Projekt: Infoveranstaltung zu freiwilligen Maßnahmen

Die Landratsämter Alb-Donau-Kreis und Heidenheim sowie das Regierungspräsidium Tübingen informieren an zwei Terminen in Asselfingen und Altheim (Alb) über zusätzliche freiwillige landwirtschaftliche Maßnahmen im Rahmen des neuen „Donauried-Hürbe-Projektes“ (DHP) und des Grundwasserköpers 6.2 Donauried.

Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und der Zweckverband Landeswasserversorgung haben im März 2015 eine Gemeinsame Erklärung unterschrieben. Ziel ist, die Nitratkonzentrationen im Wasserschutzgebiet Donauried-Hürbe binnen 15 Jahren auf 30 mg/l im Rohwasser der Fassungen 1, 3, 5 und 6 zurückzuführen. Damit soll für nachfolgende Generationen in diesem landesweit bedeutsamen Grundwasservorkommen ein besserer Zustand als gesetzlich vorgeschrieben erreicht werden. Das Land startete daher das Projekt Donauried-Hürbe (DHP). Im Rahmen dieses Projekts wurden in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus der Landwirtschaft, den Landratsämtern und Regierungspräsidien sowie dem MLR Maßnahmen zur besonders grundwasserschonenden Landbewirtschaftung zusammengestellt. Diese zusätzlichen freiwilligen Maßnahmen werden den Landwirten im Projektgebiet ab 2016 in Form von einjährigen Verträgen angeboten.

Nach den Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie wird der Grundwasserkörper Donauried 2015 hinsichtlich seines Zustands neu beurteilt. Bei der ersten Zustandsbeurteilung 2009 wurde er als gefährdet eingestuft. Damals erstreckte sich der Grundwasserkörper über die sieben Gemeinden Asselfingen, Langenau, Nerenstetten, Niederstotzingen, Öllingen, Rammingen und Sontheim. Im Rahmen der neuen Beurteilung werden die Grenzen an das bestehende Wasserschutzgebiet angepasst. Die ursprüngliche Vorgehensweise der Abgrenzung an Gemeindegrenzen wird beibehalten. Durch die Erweiterung werden die folgenden Gemeinden in den Grundwasserkörper neu aufgenommen.
Alb-Donau-Kreis: Altheim (Alb), Amstetten, Ballendorf, Beimerstetten, Börslingen, Breitingen, Dornstadt, Holzkirch, Lonsee, Neenstetten, Nellingen, Setzingen, Weidenstetten, Westerstetten.
Kreis Heidenheim: Gerstetten, Giengen an der Brenz, Herbrechtigen.
In den Gemeinden des gefährdeten Grundwasserköpers bietet das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) auf Flächen, die nach der Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) nicht als Problem-und Sanierungsgeit eingestuft sind, freiwillige fünfjährige Maßnahmen zum Gewässer- und Erosionsschutz an.
Die Landratsämter informieren zusammen mit dem Regierungspräsidium über das Projekt und mögliche freiwillige Maßnahmen im Gebiet. Die Informationsveranstaltungen finden statt am Montag, 30. November 2015, 20 Uhr, in der Hohlensteinhalle, Bühlweg 32, in 89179 Asselfingen (beim Sportgelände) und am Mittwoch, 2. Dezember 2015, 20 Uhr, in der Altheimer Albhalle, Am Bürzel 10, in 89174 Altheim (Alb).