Montag, 1. Februar 2016

Neue Regeln fürs Wohngeld

Mehr Anspruchsberechtigte im Landkreis Heidenheim

Zum Jahresbeginn 2016 trat die Reform des Wohngeldrechts in Kraft. Der Zuschuss für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger zu den Wohnkosten wurde erhöht, zudem wurde der Kreis der Berechtigten erweitert.

Die Änderung des Bundesgesetzes hat auch Auswirkungen im Landkreis Heidenheim: In den Kreisgemeinden hat sich die Mietobergrenze je nach Haushaltsgröße um 45 bis 75 Euro auf 351 bis 675 Euro erhöht. „Wir gehen davon aus, dass allein durch diese Änderung im Landkreis Heidenheim – ohne die Großen Kreisstädte Heidenheim und Giengen, die eigene Wohngeldabteilungen haben – zusätzlich 200 bis 250 Haushalte anspruchsberechtigt sind“, so Silvia Sauter, Fachbereichsleiterin Soziale Sicherung und Integration im Landratsamt Heidenheim. Da auch ein Freibetrag für Alleinerziehende eingeführt worden sei, fallen nun voraussichtlich etwa 25 bis 30 weitere Haushalte von Alleinerziehenden in den Förderbereich durch Wohngeld.
Bereits im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Heidenheim (ohne die Großen Kreisstädte Giengen und Heidenheim) 688 Wohngeldanträge bei den Bürgermeisterämtern gestellt, bearbeitet werden diese Anträge dann im Landratsamt Heidenheim. An diesem Verfahren hat sich durch die Reform nichts geändert. Fragen zum Thema Wohngeld beantworten im Landratsamt Heidenheim Manuela Mundinger, Tel. 07321/321-2418, Andrea Zimmermann, Tel. 07321/321-2337, und Petra Rode, Tel. 07321/321-2327.

Info: Der Anspruch auf Wohngeld hängt von der Zahl der Personen in einem Haushalt, von deren Einkommen und von der zu berücksichtigenden Miete ab. Mit der Reform, die am 1. Januar 2016 in Kraft trat, wird dem Anstieg der Einkommen und der Bruttokaltmieten Rechnung getragen. Das führt dazu, dass die Werte der zur Berechnung des Wohngelds geltenden Tabelle um durchschnittlich 39 Prozent angehoben werden.