Donnerstag, 21. April 2016

Wie aus Ungelernten Fachkräfte werden

Rund 40 Besucher bei Infoveranstaltung zu Qualifizierungsangeboten – Zusammenarbeit aller relevanter Stellen im Landkreis

Der Landkreis Heidenheim arbeitet gemeinsam mit der IHK Ostwürttemberg, der Kreishandwerkerschaft, der Arbeitsverwaltung und weiteren Akteuren im Projekt „Zukunft im Blick“ an der Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Priorität hat hierbei auch das Thema Qualifizierung Ungelernter, das im Mittelpunkt einer Veranstaltung für Betriebe und Unternehmen im Kreis stand.
„Mit dem Projekt „Zukunft im Blick“ wollen wir in verschiedenen Handlungsfeldern ganz konkrete Projekte anstoßen und entwickeln, die den Wirtschaftsstandort Landkreis Heidenheim voranbringen“, so Landrat Thomas Reinhardt. In vielerlei Hinsicht sei hier aufgrund der regionalen Bedingungen ein besonders kreativer, eben ein spezieller Heidenheimer Weg gefragt. „Für uns bedeutet dies auch, dass wir genau die Leute zusammenbringen, die in einem bestimmten Handlungsfeld gefragt sind. Dabei werden nicht nur Lösungsstrategien beraten, sondern auch Lösungswege kommuniziert – wie aktuell bei der Infoveranstaltung zur Qualifizierung von ungelernten Beschäftigten.“ Unterstützt wird der Landkreis hierbei von zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft und von Institutionen, unter anderem von der Kreishandwerkerschaft, der AWO, der Voith GmbH und der Paul Hartmann AG sowie der Agentur für Arbeit und des Jobcenters. Gastgeber für die Infoveranstaltung, zu der rund 40 Besucher aus unterschiedlichen Bereichen vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Industrieunternehmen kamen, war die IHK Ostwürttemberg. Michaela Eberle, Leiterin des Geschäftsfeldes Standortpolitik bei der IHK Ostwürttemberg und  Prozessbegleiterin seitens der IHK beim Zukunftsprozess des Landkreises Heidenheim empfahl den Interessierten das Angebot  des Landkreises dabei gerne. „Qualifizieren Sie sich die Zukunft Ihres Betriebes“, so Eberle. Qualifizierte Fachkräfte seien ein wichtiger Standortfaktor und dienten der Unternehmenssicherung, doch noch immer seien von den rund 48.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis 7000 ohne beruflichen Abschluss beschäftigt.
Ziel der Infoveranstaltung war es, Unternehmen aufzuzeigen, wie Sie eigene ungelernte Mitarbeiter qualifizieren und dabei auch Fördermittel nutzen können. Welche Unterstützungsmöglichkeiten die Agentur für Arbeit und das Jobcenter bieten, erläuterten die Experten der Arbeitsverwaltung. Zudem wurden von Unternehmensseite Best-Practice-Beispiele vorgestellt.
In einem Qualifizierungs-Check konnten die Unternehmensvertreter zudem zunächst für sich selbst die Fachkräfte-Situation in ihrem Unternehmen bewerten und in Einzelberatungsgesprächen dann ihre individuellen Möglichkeiten kennenlernen.

Info:
Den Qualifizierungs-Check sowie weitere Informationen erhalten interessierte Unternehmen bei Michael Setzen, Wirtschaftsförderer Landkreis Heidenheim, Tel. 07321/321-2595, m.setzen@landkreis-heidenheim.de, oder direkt bei der Agentur für Arbeit Aalen, Ute Gregersen, Tel. 07321/329-336,
heidenheim.arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Arbeiten im Projekt „Zukunft im Blick“ zusammen am Thema „Qualifizierungsangebote für Ungelernte in Beschäftigung“:
Wolfgang Lutz (von links), Leiter AWO Heidenheim; Wolfgang Krause, Jobcenter Heidenheim; Klaus Liebhaber, Geschäftsführer MAZ Kreishandwerkerschaft Heidenheim; Landrat Thomas Reinhardt; Andreas Bittner, Vice President HR Voith GmbH; Irina Sollecito, Paul Hartmann AG; Michaela Eberle, Leiterin Geschäftsfeld Standortpolitik IHK Ostwürttemberg; Christian Eydam, Agentur für Arbeit Aalen, Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen und Michael Setzen, Wirtschaftsförderer des Landkreises Heidenheim
Foto: IHK Ostwürttemberg