Freitag, 26. August 2016

Wenn neue Pflanzen gefährlich werden

Invasive ausländische Pflanzenarten werden bekämpft

Seit Jahrhunderten werden fremde Pflanzen durch Menschen in andere Länder verbreitet. Nicht alle davon sind harmlos.
Schon früh hat der Mensch begonnen fremde Pflanzen, bewusst oder aus Versehen, bei uns einzuführen. Dabei blieben die meisten Arten nicht an dem ursprünglich für sie angedachten Platz. Sie wanderten aus Gärten oder Parks auch in naturnahe Lebensräume. Diese Pflanzen werden als Neophyten, also „Neue Pflanzen“ bezeichnet. Die meisten fremd eingebrachten Arten stellen kein Problem für den Mensch oder die Umwelt dar. Ein Großteil schafft es nicht hier Fuß zu fassen und verschwindet nach kurzer Zeit. Andere gliedern sich ohne Schaden in unsere Ökosysteme ein. Einige Arten breiten sich jedoch stark und unkontrolliert aus, verdrängen dabei unsere heimischen Arten und sind zum Teil gesundheitsgefährdend für Mensch und Tier. Solche werden als invasive Neophyten bezeichnet.
Es wird versucht mit verschiedenen Mitteln gegen sie vorzugehen. Im Landkreis Heidenheim kommen beispielsweise die Kanadische Goldrute, das Indische Springkraut, der Japanische- und der Sachalin-Staudenknöterich, der Riesen-Bärenklau sowie das Orientalische Zackenschötchen vor.
Bei diesen Arten werden alle Standorte im Kreis und weitere wichtige Daten in einer Karte erfasst und gesammelt. Anschließend werden Maßnahmen zur Bekämpfung eingeleitet. Standorte von Neophyten im Kreis können jederzeit bei der Unteren Naturschutzbehörde (Tel. 07321/321-1307) gemeldet werden.

Weißblühend im Vordergrund der Japanische Knöterich, gelbblühend im rechten Hintergrund die Kanadische Goldrute. (Foto: Fachbereich Wald und Naturschutz, Anna Pfahler)