Donnerstag, 29. September 2016

Regionales Bündnis für Familie übergibt dem Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis ein Familienmobil

     

Das Regionale Bündnis für Familie Ostwürttemberg e. V. stellt dem Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis zur gemeinsamen Nutzung ein Familienmobil zur Verfügung. Hansjürgen Meinhardt übergab den beiden Landräten am vergangenen Dienstag das Familienmobil im Aalener Autohaus Bruno Widmann, das das Projekt mit einer großzügigen Spende unterstützt.

Dies kommt auch durch die graphische Gestaltung der Beschriftung zum Ausdruck. Für die Umsetzung wurde eine Nutzungsvereinbarung zwischen den Beteiligten unterzeichnet. Das Familienmobil soll vorrangig Flüchtlingsfamilien, aber auch anderen Familien zu Gute kommen, die in diesen Landkreisen leben und einer Betreuung bedürfen. Nach gegenseitiger Absprache der Landkreise Ostwürttembergs wird der Standort des Fahrzeugs zwischen Heidenheim und Aalen regelmäßig wechseln. Beim Landkreis Heidenheim ist der Stabsbereich Migration und Ehrenamt für die Koordinierung der Einsätze dieses besonderen Dienstfahrzeugs zuständig, das von den MitarbeiterInnen einschließlich der wohl meist am Steuer anzutreffenden MitarbeiterInnen des freiwilligen sozialen Jahrs zur vielfältigen Unterstützung und Betreuung der Familien eingesetzt werden wird. Dabei werden zu Fahrten im Rahmen der Unterbringung und Begleitung der Familien auch Einsatzmöglichkeiten hinsichtlich der Integration dieses Personenkreises hinzukommen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, bei denen das künftig im Integrationszentrum Heidenheim in der Giengener Straße 149 stationierte Familienmobil im und außerhalb des Landkreises Heidenheim unterwegs sein wird, sei es bei Fahrdiensten im Rahmen von Projekten, Ausflügen, zielgruppenspezifischen Angeboten z. B. für Frauen und Kinder, Erleichterung an der Teilnahme am Vereinsleben, Durchführung von Freizeiten, Vernetzung der in unterschiedlichen Kommunen des Kreisgebiets untergebrachten Familien, Umzüge, Arztbesuche, Einkäufe, Fahrdienste zu Integrationsmaßnahmen, z. B. Beschäftigung, gemeinnützige Arbeit-Waldprojekt, Sprach-/Integrationskurse. Eine weitere Einsatzmöglichkeit wird beim Landkreis als Betreiber des künftigen Begegnungszentrums Migration und Ehrenamt in der ehemaligen Waldkirche in Heidenheim gesehen. Durch dieses Familienmobil können auch Fahrdienste zum Zentrum zur Teilnahme und Mitwirkung an dortigen Begegnungen angeboten werden. Hier wird ein besonderer Bedarf vor allem für Familien in vom ÖPNV abseits gelegenen Gegenden gesehen.
„Mit dem Familienmobil können Familien die vielen Angebote vor Ort noch besser in Anspruch nehmen - besonders mit Blick auf gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Integration stellt dies einen deutlichen Mehrwert dar“, so Landrat Thomas Reinhardt, dessen besonderer Dank dem Vorstand des Regionalen Bündnisses für Familie Ostwürttemberg e. V. für die Zurverfügungstellung dieses Familienmobils gilt.

Im Ostalbkreis ist der Geschäftsbereich Integration und Versorgung für das Familienmobil zuständig. Auch hier sind vielfältige Einsatzmöglichkeiten vorgesehen: Gedacht ist an den Transfer zu Ferienaktionen von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien und betreuten Familien. Diese erhalten die Möglichkeit, an Ferienfreizeiten und -aktionen kostenfrei oder kostenreduziert teilzunehmen. Der Transfer zur Freizeitstätte (Zeltlager, Ferientagheim etc.) ist oft ein Problem. Dies kann nun mit dem Familienmobil leichter gelöst werden. Eine weitere Einsatzmöglichkeit sind Einkaufsfahrten. Durch die dezentrale Struktur des Ostalbkreises gibt es nicht immer vor Ort Einkaufsmöglichkeiten. Gerade für Neuzugänge, die erstmalig einkaufen sollten, ist dies ein Problem. Hier kann nun ein erster „Großeinkauf“ mit dem Familienmobil gemacht werden. Auch Ausflüge und Exkursionen erleichtern mit dem Familienmobil das Ankommen im Ostalbkreis. Gerade neu angekommene Familien sollen ja auch ihre „neue“ Heimat kennenlernen. Dies kann nun mit kleineren Ausflugsfahrten erfolgen. In den über 75 Unterkünften des Ostalbkreises finden immer wieder Infoveranstaltungen für die Flüchtlinge statt. Themen sind u. a. Verbraucherschutz, Gesundheitsförderung, Vorsorge etc. Durch das Familienmobil können auch aus kleineren Unterkünften die Menschen zu diesen Veranstaltungen gebracht werden, ohne vom ÖPNV abhängig zu sein.

Landrat Klaus Pavel bedankte sich namens des Ostalbkreises beim Regionalen Bündnis für Familie Ostwürttemberg e.V. „Wir sind dankbar und glücklich, dass uns mit dem Familienmobil eine Möglichkeit geboten wird, die Chancen zur Integration von Flüchtlingen gerade im gesellschaftlichen Bereich zu erhöhen. Vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten für benachteiligte Familien, unabhängig der Herkunft. Das Familienmobil ist weiterer wichtiger Mosaikstein in der sozialen Landschaft des Ostalbkreises.“

Das Regionale Bündnis für Familie Ostwürttemberg e.V. besteht seit zwölf Jahren. In ihm engagieren sich Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, kirchlichen sowie sozialen Einrichtungen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Wert der Familie in der Gesellschaft zu stärken sowie die Lebensbedingungen für Familien in der Region zu verbessern. Gemeinsam übernehmen sie Verantwortung für eine lebenswerte Region Ostwürttemberg.

Zu sehen von links nach rechts:
Schuldekan Johannes Geiger (Heidenheim), Landrat Thomas Reinhardt (Landkreis Heidenheim), Sparkassendirektor Andreas Götz (Kreissparkasse Ostalb),
Vorsitzender Hansjürgen Meinhardt (Göggingen), Lisa Widmann (Autohaus Widmann Aalen), Landrat Klaus Pavel (Ostalbkreis), Martien de Broekert (a.l.s.o. Schw. Gmünd), Bruno Widmann (Firmengründer Autohaus Widmann, Aalen), Michaela Eberle (IHK Ostwürttemberg) und Dana Janke (Firma Zeiss, Oberkochen).