Donnerstag, 5. Oktober 2017

Wiederzulassung eines Kraftfahrzeugs jetzt auch online möglich

     


Zur Förderung digitaler Verwaltungsverfahren hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit dem Projekt einer internetbasierten Fahrzeugzulassung (i-Kfz) das Zulassungswesen weiter modernisiert.
Nach der bereits eingeführten internetbasierten Außerbetriebsetzung ist zum 1. Oktober 2017 mit der Online Wiederzulassung eines Kraftfahrzeugs eine weitere Stufe des i-Kfz in Kraft getreten. Dadurch kann für Privatpersonen der Gang zur Zulassungsbehörde entfallen, wenn sie einen elektronischen Personalausweis mit freigeschalteter Online Ausweisfunktion (eID) sowie die Möglichkeit der Gebührenzahlung mittels E-Payment-Verfahren haben.

Hier kann der Link und die rechtlichen Voraussetzungen für dessen Nutzung aufgerufen werden. Bei Vorliegen aller erforderlichen Voraussetzungen für die Online Wiederzulassung erfolgt durch die Zulassungsbehörde die Ausfertigung einer neuen Zulassungsbescheinigung Teil I sowie personalisierter Plakettenträger und der Postversand dieser Dokumente an den Halter. Das Fahrzeug gilt ab dem dritten Tag nach Versand dieser Dokumente und des Zulassungsbescheids als zugelassen und kann ab diesem Tag im öffentlichen Straßenverkehr in Betrieb gesetzt werden. Das Anbringen der personalisierten Plakettenträger auf den Kennzeichenschildern erfolgt durch den Halter selbst.
Die Gebühr für die Online Wiederzulassung beträgt einschließlich der Zustellungskosten 16,53 Euro. Mit der Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und der Einführung der Online Wiederzulassung kommt es auch zu einer moderaten Gebührenerhöhung bei weiteren Zulassungsvorgängen. Diese Anpassung resultiert aus einer Erhöhung der Gebühren für das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sowie durch Mehrkosten bei der Herstellung der neuen Zulassungsbescheinigung Teil I sowie der neuen Stempelplaketten, die jeweils mit Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sind. Die Mehraufwendungen betragen zwischen 10 Cent und höchstens 2,60 Euro je Zulassungsvorgang und treten ebenfalls zum 1. Oktober 2017 mit der neuen Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) in Kraft.