Dienstag, 19. Dezember 2017

Mit 31 Projekten in die Halbzeit

     

Die LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion beschloss in ihrer jüngsten Steuerungsgruppensitzung EU- Zuschüsse für fünf Maßnahmen in Höhe von insgesamt rund 235. 000 Euro. Dazu kamen Landesmittel in Höhe von 80.000 Euro.

Ein positives Fazit zum bisherigen Verlauf der aktuellen Förderperiode zogen Landrat Thomas Reinhardt, Landkreis Heidenheim, und sein Kollege Landrat Heiner Scheffold, Alb-Donau-Kreis, Beide zeigten sich sehr zufrieden mit dem, was seit der ersten Sitzung der Steuerungsgruppe im Dezember 2015 erreicht worden war. „Wir haben in zwei Jahren 31 Projekte beschlossen, in die rund 1,5 Millionen Euro gebundenen EU- Mittel geflossen sind oder fließen“, so Reinhardt. Geschäftsführerin Hester Rapp- van der Kooij fügte hinzu: „Im Bereich der Landesmittel waren es rund 430.000 Euro. Das bedeutet, dass wir bisher insgesamt etwa 2 Millionen Euro in die Region bringen konnten.“

Insgesamt wurden im Zuge des aktuellen Projektaufrufs acht Projekte eingereicht, welche in der jüngsten Sitzung der Steuerungsgruppe intensiv diskutiert wurden. Das Verhältnis zwischen kommunalen und privaten Projekten lag bei 50: 50. „Dieser ausgewogene Mix war immer Teil der Strategie der Aktionsgruppe Brenzregion und es zeigte sich auch dieses Mal wieder in der Qualität und in der Anzahl der Projekte, dass dieser Plan aufgeht“, so Hester Rapp- van der Kooij.

Dass nicht alle Projekte zum Zug kommen konnten, stand von vorneherein fest. Es wurden EU-Mittel in Höhe von circa 385.000 Euro beantragt, zur Verfügung standen 237.000 Euro.
Diese Situation war auch für das Gremium neu. „Wir würden natürlich am liebsten alle Projekte mitnehmen, aber die Mittelsituation lässt dies nicht zu“, erläuterte Hester Rapp-van der Kooij. Von acht Projekten wurden schließlich sieben positiv beschlossen, zwei davon wurden auf die Warteliste gesetzt. Vorbehaltlich der Bewilligung durch das Regierungspräsidium oder die L-Bank Stuttgart erhalten also zunächst fünf Projektträger eine Förderung der EU und des Landes Baden-Württemberg. Sollte eines dieser Projekte nicht zur Umsetzung kommen, könnte eines der beiden Wartelisten-Projekte nachrücken.

Die Gemeinde Steinheim am Albuch beantragte eine Förderung der medialen Aufwertung der Ortsbücherei, um das Angebot an die technische Entwicklung anzupassen. Ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot und moderne Medien für alle Altersgruppen stehen in diesem Projekt im Vordergrund. Die Ortsbücherei Steinheim soll so zu einer zentralen Kultur- und Bildungseinrichtung und zu einem lokalen Treffpunkt und Integrationszentrum für alle werden. Auch ein Rückgabesystem, das außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden kann, ist geplant.

Die Gemeinde Lonsee beantragte Fördermittel für das Kunstprojekt „Steinzeitmensch schnitzt Löwenmensch“. Aus einem Baumstamm mit sechs Metern Länge wird innerhalb von zehn Tagen ein Steinzeitmensch, der den Löwenmenschen aus einem Elfenbein schnitzt, entstehen. Eine Künstlergruppe wird mit Kettensägen den Baumstamm bearbeiten. Die feierliche Übergabe soll am 1. Mai 2018 am Lonesee stattfinden.

Eheleute Metzner der Bahnhof Niederstotzingen GmbH planen das Bahnhofsgebäude in Niederstotzingen aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Entstehen soll sowohl ein Café im Untergeschoss als auch ein Radlerhostel im Obergeschoss. Das Projekt hat sowohl eine Wirkung für die Bevölkerung aus dem Ort und aus der Umgebung als auch für Besucher des Lonetals.

Zudem wurde über zwei Radwege entschieden, die für die Brenzregion eine große Bedeutung haben. Gerade die Verbesserung der touristischen Infrastruktur zählt zu den Schwerpunkten der LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion. Mit LEADER- Mitteln sollen nun ein Radweglückenschluss zwischen Heldenfingen und Gerstetten und ein weiterer zwischen Amstetten und Reutti realisiert werden.

Die Projekte auf der Warteliste sind zum einen den Umbau eines ehemaligen Pferdestalls in zwei Ferienwohnungen von Ingrid Stubenrauch aus Herbrechtingen und zum anderen die Einrichtung eines Wellnessbereichs im Hotel Weißes Ross in Langenau.

Die erste Tranche der aktuellen Förderperiode endet am 31.12.2017. Die LEADER- Aktionsgruppe rechnet mit weiteren EU- und Landesmitteln im Laufe des Jahres 2018. Anträge und Projektideen für die zweite Tranche werden schon jetzt gerne in der Geschäftsstelle entgegengenommen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die

Geschäftsstelle LEADER Brenzregion
im Landratsamt Heidenheim
Frau Hester Rapp- van der Kooij
Felsenstraße 36
89518 Heidenheim

Telefon:     07321 321-2494
Fax:     07321 321-2489
E-Mail: leader@landkreis-heidenheim.de
E- Mail: h.rapp@landkreis-heidenheim.de

Info:
Mit dem Programm LEADER fördern die EU und das Land Baden-Württemberg innovative Projekte zur Stärkung des ländlichen Raumes. Die Brenzregion erhält schon seit dem Jahr 2000 Fördergelder aus dem Programm LEADER und hat mittlerweile über 200 Projekte beschlossen. Die Brenzregion wurde am 7. Januar 2015 als eine von 18 LEADER-Gruppen im Land Baden-Württemberg auch für die LEADER-Förderphase 2014-2020 ausgewählt. Das Fördergebiet Brenzregion umfasst aktuell große Teile des Landkreises Heidenheim sowie Teile des nördlichen Alb-Donau-Kreises. (Verwaltungsverband Langenau). Unter dem Motto „Zukunft lebenswert gestalten mit Kompetenz und Innovation“ wollen der Alb-Donau-Kreis und der Kreis Heidenheim sowie die Landfrauenverbände Ulm und Heidenheim die erfolgreiche LEADER-Arbeit der beiden vergangenen Perioden gemeinsam fortsetzen und weiterentwickeln. Weitere Informationen erhalten Sie bei der LEADER-Geschäftsstelle Brenzregion unter der Telefonnummer 07321 321-2494 oder im Internet unter www.brenzregion.de.


Die Steuerungsgruppe der LAG Brenzregion bei ihrer Sitzung