Freitag, 5. Januar 2018

Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) zum 01. Januar 2018

     

Seit 1. Januar 2018 kann es bei der Neuzulassung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, sogenannten leichten Kraftfahrzeugen, zu einer längeren Bearbeitungsdauer und somit längeren Wartezeiten sowie einer zusätzlichen Gebühr in Höhe von 15,30 Euro kommen.
Grund hierfür ist ein neues weltweites Prüfverfahren zur Ermittlung der Abgasemissionen bei leichten Kraftfahrzeugen, das sogenannte WLTP-Messverfahren (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure), das von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) entwickelt wurde. Mit diesem Verfahren können realitätsnähere CO2-Werte festgestellt werden, die dann in dem Betriebserlaubnispapier des Fahrzeugs, der COC-Bescheinigung, vermerkt werden. Diese Daten können bei der Zulassung nicht über die Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes abgerufen werden, weshalb die Kfz-Zulassungsstellen in den EU-Mitgliedstaaten seit Januar 2018 die Daten aus den COC-Bescheinigungen ablesen und manuell im örtlichen und zentralen Fahrzeugregister erfassen müssen. Für die Zulassung eines entsprechenden Fahrzeuges, dessen Typgenehmigung auf Basis des neuen Messverfahrens erteilt wurde, ist daher mit einer längeren Bearbeitungsdauer und somit längeren Wartezeiten zu rechnen. Ebenso ist bei diesen Fahrzeugen nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt), aufgrund nicht beim Kraftfahrt-Bundesamt abrufbarer Daten und der hierdurch erforderlichen manuellen Erfassung, eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 15,30 Euro zu berechnen.
Auch die Kfz-Steuer für Pkw wird ab 1. September 2018 auf Basis des WLTP-Wertes berechnet. Fragen zur Höhe der Kfz-Steuer kann das jeweils zuständige Hauptzollamt beantworten.
Auskünfte, ob das Fahrzeug auf Basis des WLTP-Messverfahrens geprüft wurde, können der Fahrzeughersteller oder das Autohaus erteilen.