Mittwoch, 17. Januar 2018

Alb on the rocks – inspirierende Höhlenklänge, bezaubernde Klassik und wilde Festivals

     

In den Höhlen der Schwäbischen Alb ist Musik drin. Das darf man getrost wörtlich nehmen, denn vor rund 40.000 Jahren bezirzten sich die Höhlenbewohner gegenseitig mit Flötentönen. Die sensationellen Funde der weltweit ältesten Musikinstrumente, urzeitliche Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein, gehören zu den vielen Gründen, warum sechs Eiszeithöhlen im Lone- und Achtal seit Juli 2017 den Titel UNESCO-Welterbe tragen.
Es sind frühe Orte der Kultur, viel älter als die Chinesische Mauer und sämtliche Pyramiden dieser Welt. Spannend die Frage, wie die Musik damals dort geklungen haben mag: Deshalb folgen seit 2017 bekannte Musiker verschiedener Genres der Einladung zu den UNESCO-Höhlen der Alb, um zu den Ursprüngen der Musik vorzudringen. Bands wie Culcha Candela waren dabei, Sascha Vollmer von der Countryrock-Band The BossHoss und die ukrainische Opernsängerin Oxana Arkaeva. Alle gaben sie Kostproben ihres Könnens und – tief beeindruckt von der Location –anschließend kurze Interviews. Das Ergebnis ist ab sofort auf Youtube zu sehen.
Das Original der Gänsegeierflöte ist übrigens im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren zu bewundern, untermalt von Tönen, die auf Nachbauten der prähistorischen Instrumente eingespielt wurden. (www.weltkultursprung.de)