Montag, 30. April 2018

Winterdienst: Landkreis zieht Bilanz

     

Die Straßenmeisterei des Landkreises Heidenheim zieht Bilanz: Über 10.000 Arbeitsstunden waren 27 Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit dem Winterdienst beschäftigt. „An 139 Einsatztagen waren unsere Mitarbeiter bereits ab 3 Uhr morgens im Einsatz. An 28 Tagen war zusätzlich zur Früh- und Normalschicht auch eine Spätschicht bis 22 Uhr und oft darüber hinaus notwendig, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien“, bilanziert Herbert Leutner, Leiter der Straßenmeisterei. Neben vier eigenen Fahrzeugen wurden je nach Bedarf bis zu sieben Fahrzeuge von Privatunternehmen eingesetzt. Für die Räumung von Geh- und Radwegen außerhalb der Ortschaften war zusätzlich ein Spezialfahrzeug nötig.
„Trotz teilweise schwieriger Verhältnisse ist es mit großem Einsatz und Engagement gelungen, die Befahrbarkeit der Außenstrecken von über 300 Kilometern Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis Heidenheim sicherzustellen“, so Hans Bendele, Leiter des Fachbereichs ÖPNV und Straßenbau im Landratsamt. Der Winterdienstplan sei so ausgelegt, dass innerhalb von drei Stunden jede Straße einmal geräumt und gestreut werde. „Aber natürlich können die Räumfahrzeuge bei plötzlich einsetzendem Schneefall oder Blitzeis nicht überall zur gleichen Zeit sein“, so Bendele. Die meisten Verkehrsteilnehmer seien sich dessen bewusst und passen ihre Fahrweise an die Witterungsverhältnisse und den Fahrbahnzustand an.
Der Salzverbrauch lag mit 3.650 Tonnen zwar nur knapp über dem langjährigen Durchschnitt, übertraf jedoch den Vorjahreswert um rund 1.200 Tonnen. Bei der Feuchtsalzstreuung wurden zusätzlich insgesamt 96 m³ Sole ausgebracht. Die Kosten für den Einsatz von Fremdunternehmen liegen mit rund 213.000 Euro ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Ursächlich für den insgesamt höheren Winterdienstaufwand waren unter anderem auch die häufigen Frost- und Tauwechsel, die immer wieder zu kritischen Bedingungen auf den Straßen geführt haben.
Obwohl der Winterdienst aufgrund der milden Temperaturen mittlerweile gelaufen ist, werden die Männer der Straßenmeisterei noch einige Zeit mit winterbedingten Arbeiten beschäftigt sein. Gilt es doch, die mitunter starken Frostschäden im Straßennetz zügig zu beseitigen.