Freitag, 4. Mai 2018

Straßengräben sind keine Mülldeponie

     

Wilder Müll an Straßenböschungen und auf Parkplätzen ist ein ebenso ärgerliches wie aktuelles Thema. Im Landkreis Heidenheim sind auf den Außenstrecken von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im letzten Jahr rund 45 Tonnen unterschiedlichster Müll angefallen, die von den Mitarbeitern der beim Landratsamt angesiedelten Straßenmeisterei Heidenheim entsorgt werden mussten. Allein im vergangenen Jahr fielen hierfür rund 2700 Arbeitsstunden an. „Letztendlich geht dies alles zu Lasten des Steuerzahlers und verschandelt zudem das Landschaftsbild“, betont Hans Bendele, Fachbereichsleiter ÖPNV und Straßenbau im Landratsamt Heidenheim.
Im Rahmen einer Großaktion waren jüngst rund 20 Mitarbeiter der Straßenmeisterei vier Wochen lang damit beschäftigt, die Straßenböschungen von leeren Flaschen, Folien, Verpackungsmaterial, komplett gefüllten Müllsäcken, Gartenabfällen und vielem mehr zu säubern. Allein bei dieser Großaktion kamen rund sechs Tonnen Restmüll zusammen. Eine regelmäßige Müllentsorgung erfolgt darüber hinaus bei den dreimal wöchentlich stattfindenden Kontrollfahrten der Streckenwarte. „Besonders ärgerlich ist auch, dass manche Zeitgenossen die Mülleimer an Parkplätzen nicht für reisetypische Abfälle nutzen sondern säckeweise ihren kompletten Hausmüll entsorgen“, sagt Bendele.
Er weist ausdrücklich darauf hin, dass nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften die „wilde“ Ablagerung von Abfällen mit erheblichen Geldbußen geahndet werden kann und unter Umständen auch zu einer Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft führen. Alle festgestellten Verstöße werden zur Anzeige gebracht. „Müll gehört nicht in die freie Landschaft sondern in die eigene Mülltonne“, mahnt Bendele.

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei säubern die Straßengräben von wildem Müll.