Mittwoch, 16. Mai 2018

Hilfe für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige: Pflegestützpunkt bietet sechsteilige Vortragsreihe

     

Als Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige haben die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts des Landkreises Heidenheim die Aufgabe, neutral, umfassend und kostenlos zum komplexen Thema Pflege zu beraten. Infos für Betroffene werden zudem erneut in einer Vortragsreihe geboten.
„Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben in unserer Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Zahl an hochbetagten Menschen kommt der Begleitung der Betroffenen aber auch der pflegenden Angehörigen eine immer größere Bedeutung zu“, betonen Christel Krell und Veronika Bruckner vom Pflegestützpunkt des Landkreises Heidenheim. Wie die beiden Fachfrauen wissen, übernehmen Familienmitglieder oft selbstverständlich die tägliche Betreuung ihrer nahen Angehörigen. „Diese Situation kann auf Dauer sehr belastend sein.“
Der Pflegestützpunkt, Teil des Kompetenzzentrums Pflege und Senioren im Landratsamt Heidenheim, ist für viele Ratsuchende eine erste Anlaufstelle – dass der Informations- und Unterstützungsbedarf zunimmt, merken die Mitarbeiterinnen auch an den jährlichen Kontakten: Als der Pflegestützpunkt 2012 eingerichtet wurde waren es übers Jahr verteilt etwas mehr als 1000 Kontakte, inszwischen sind es rund 2400. Die Themen, die in der täglichen Beratungsarbeit des Pflegestützpunktes besonderes Gewicht haben, werden nun auch in einer Vortragsreihe aufgegriffen. Schon in den Vorjahren hatten die Stützpunkt-Mitarbeiterinnen Vortragsreihen organisiert, die sehr gut angenommen wurden.

In der nun folgenden sechsteiligen Vortragsreihe wird es vom 6. Juni bis zum 10. Juli 2018 um das Thema „Zuhause leben – Zuhause pflegen“ gehen.
Bei der Auftaktveranstaltung am 6. Juni erklärt Holger Uhlig, Leiter des CompetenceCenters Pflege der AOK, die Begutachtungsrichtlinien des Pflegestärkungsgesetzes und wie die Empfehlungen des jeweiligen Pflegegrades zustande kommen. Am 14. Juni folgt ein Vortrag von Dipl.-Sozialpädagogin Veronika Bruckner, Mitarbeiterin im Pflegestützpunkt, zu den Leistungen der Pflegeversicherung und damit verbunden zu den Unterstützungsangeboten im Landkreis Heidenheim. Am 21. Juni sind die ambulanten und stationären Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Thema: Was passiert, wenn das Geld nicht ausreicht? Referentin ist Nadine Maier, Teamleiterin Hilfe zur Pflege im Landratsamt Heidenheim. Am 28. Juni referiert Alexandra Werkmann vom Projekt Demenz in Ulm über Demenz und geht unter anderem der Frage nach, wie ein wertschätzender Umgang mit demenzkranken Menschen gelingen kann. Am 5. Juli greift Veronika Bruckner das Thema „Pflegen ohne selbst zum Pflegefall zu werden“ auf. Zum Abschluss der Vortragsreihe referiert Stefan Kauffmann vom Betreuungsverein Heidenheim am 10. Juli über Vorsorgevollmachten, Betreuung und Patientenverfügung.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und beginnen jeweils um 18 Uhr im Landratsamt Heidenheim, Felsenstraße 36 in Heidenheim (großer Konferenraum). Weitere Infos finden Sie in einem Flyer zur Veranstaltungsreihe.