Mittwoch, 29. August 2018

Weitere Förderung für Bildungskoordination für Neuzugewanderte

     

Die Arbeit des Bildungskoordinators für Neuzugewanderte im Landkreis Heidenheim, Frank Neubert, wird für weitere zwei Jahre gefördert. Der Antrag des Landkreises Heidenheim im erneut ausgeschriebenen Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde zwischenzeitlich genehmigt.
Frank Neubert ist seit August 2016 als Bildungskoordinator tätig und hat seitdem schon einiges auf den Weg gebracht. Unter anderem hat er zusammen mit Tür an Tür Digital Factory gGmbH an einer regionalen Umsetzung der Integreat-App, ein digitaler mehrsprachiger und mobiler Alltagslotse für Neuzugewanderte, gearbeitet. Und dabei gleich noch eine Vorreiterrolle für andere Kreise in Baden-Württemberg eingenommen. In der App, die seit September 2017 online ist, sind Informationen und lokale Ansprechpartner für verschiedenste Bereiche und Lebenslagen – Sprache, Gesundheit, Alltag und Freizeit, Familie sowie Arbeit und Bildung – gebündelt. „Auch für die vielen Ehrenamtlichen in der Geflüchtetenhilfe und selbst für Hauptamtliche birgt die App wichtige Infos“, so Neubert.
Gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Göppingen und dem Kreismedienzentrum hat Neubert zudem im vergangenen Jahr eine Mediathek für Deutsch als Zweitsprache im Kreismedienzentrum eingerichtet, die Unterrichtsmaterialien und Spiele für Lehrkräfte bereitstellt. Neben den Lehrern wurden auch die Eltern besonders in den Blick genommen: In enger Zusammenarbeit haben der Bildungskoordinator des Kreises, die Integrationsbeauftragte der Stadt Giengen, Christina Augustin, und mehrere Sprachmittler 15 mehrsprachige Erklärvideos zum Thema Schule erstellt, welche die Elterneinbindung in diesen Prozess stärken sollen.
„Wichtig ist bei all diesen Projekten die Zusammenarbeit unter den Akteuren“, so Neubert, der im Frühjahr 2017 auch an der Gründung des Netzwerks Bildung und Integration unter Leitung des Ersten Landesbeamten Peter Polta im Landratsamt Heidenheim mitgewirkt hat. Ein Gremium, um die Erstellung und Umsetzung des Integrationskonzepts, das im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, zu koordinieren. „Durch dieses Netzwerk konnten wir die Integrationsarbeit im Landkreis Heidenheim weiter optimieren“, erklärt Neubert, der auch für die nächsten zwei Jahre schon jede Menge Ideen und Pläne hat: „Für das kommende Schuljahr ist eine Informationsmappe für Schulen in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt Göppingen geplant, ab Herbst steht die Aktualisierung des Integrationskonzeptes an und für die Integreat-App gibt es ebenfalls bald Neuerungen.“