Montag, 10. Dezember 2018

LEADER: Vier weitere Projekte in der Brenzregion beschlossen

     

Die LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion beschloss in ihrer jüngsten Steuerungsgruppensitzung EU-Zuschüsse für vier Maßnahmen in Höhe von insgesamt rund 332.000 Euro. Dazu kamen Landesmittel in Höhe von 20.144 Euro. Ein Projekt konnte aufgrund fehlender Finanzmittel in der aktuellen Vergaberunde nur unter Vorbehalt beschlossen werden.

„Der bisherige Verlauf der Förderperiode ist sehr gut, wir konnten bereits zahlreiche sehr vielfältige und spannende Projekte beschließen. Besonders erfreulich ist, dass wir nun auch eine Kooperation mit den bayerischen Nachbarn auf den Weg bringen können“, sagte der LEADER-Aktionsgruppenvorsitzende Landrat Thomas Reinhardt.

Drei kommunale und ein privates Projekt wurden in der aktuellen Vergaberunde beschlossen. „Unser Anliegen ist es, die Projekte möglichst gleichmäßig sowohl im Landkreis Heidenheim als auch im Alb-Donau-Kreis zu verteilen“, so Geschäftsführerin Hester Rapp-van der Kooij. Vorbehaltlich der Bewilligung durch das Regierungspräsidium oder die L-Bank Stuttgart erhalten alle vier Projektträger eine Förderung der Europäischen Union (EU) und des Landes Baden-Württemberg.

Die Stadt Langenau beantragte eine Förderung für ein Kooperationsprojekt der Brenzregion mit den benachbarten bayerischen LEADER-Aktionsgruppen Schwäbisches Donautal und Neu-Ulm zur Verbesserung der Infrastruktur entlang des länderübergreifenden Radweges DonauTäler. Brotzeitinseln, Panoramaschaukeln, eine E-Bike-Ladestation und weitere Ausstattungsmerkmale sollen installiert werden, um die Qualität des radtouristischen Angebots zu steigern.

Eine Erweiterung des interaktionsorientierten Informationssystems zur Eiszeitkunst im Lonetal möchten die Gemeinden Asselfingen, Rammingen und Öllingen zusammen mit der Stadt Niederstotzingen umsetzen. Das Projekt umfasst beispielsweise Wegsicherungen an den Themenwegen und die Herstellung und Installierung von urzeitlichen Tieren aus Holz, wie Mammuts und Riesenhirschen, die den Spieltrieb von Kindern fördern sollen und zum Klettern einladen.

Der Wasserverband Egau beantragte eine Förderung für den Ausbau des Kiosks am Härtsfeldsee zu einer Ausflugsgaststätte. An den bestehenden Kiosk soll ein barrierefreier, wetterunabhängig nutzbarer Anbau inklusive neuer Küche installiert werden, der Platz für etwa 70 Personen bieten wird und auch für Veranstaltungen unterschiedlichster Art genutzt werden kann. Im bisherigen Kioskgebäude soll weiterhin eine barrierefreie Toilette eingerichtet werden, die den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Thomas Winger und Regina Werner aus Auernheim möchten das Hofcafé „Beste Zeit“ realisieren, um in dem Nattheimer Ortsteil einen Treffpunkt zu schaffen und auf diese Weise zur Belebung des gemeinsamen Miteinanders auf dem Härtsfeld beitragen. Das Hofcafé soll auch die Möglichkeit bieten, kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte und mehr durchzuführen.

Aufgrund der begrenzten zur Verfügung stehenden Mittel konnte das von Nora Schmid und Matthias Morbach aus Lindenau beantragte Projekt zur Errichtung von drei Ferienwohnungen nur unter Vorbehalt durch die Steuerungsgruppe positiv beschlossen werden. Sollte ein anderes positiv beschlossenes Projekt nicht zur Umsetzung kommen und sollten die Mittel für eine Förderung ausreichen, so können die Ferienwohnungen realisiert werden.

Die Steuerungsgruppe hat in ihrer jüngsten Sitzung außerdem die Fortsetzung der Gespräche zur Anbahnung eines transnationalen Kooperationsprojektes mit einer französischen LEADER-Region zum Thema Eiszeitkunst und Archäologie beschlossen.

Anträge und Projektideen für weitere Entscheidungsrunden werden in der Geschäftsstelle gerne entgegengenommen. „Für die zweite Halbzeit sind etwa zwei Sitzungen im Jahr geplant. Dabei gehen wir davon aus, dass die letzten Projekte im Frühjahr 2020 beschlossen werden, damit sie noch rechtzeitig in die Umsetzung gehen können“, so Hester Rapp-van der Kooij.