Montag, 28. Januar 2019

Lernfabrik 4.0:

Land fördert Erweiterung im Landkreis Heidenheim

     

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat am 23.01.2019 die Bewilligungsbescheide für 21 regionale Lernfabriken 4.0 an beruflichen Schulen übergeben. Gefördert wird auch der weitere Ausbau einer Lernfabrik 4.0 an der Technischen Schule in Kooperation mit der Kaufmännischen Schule in Heidenheim, für die der Landkreis Heidenheim als Schulträger ein gemeinsames Konzept eingereicht hat. 246.800 Euro fließen an Landesförderung in den Kreis, der Bewilligungszeitraum erstreckt sich über insgesamt drei Jahre bis Oktober 2021.
„Am Wirtschaftsstandort Landkreis Heidenheim hat das Thema Industrie 4.0 herausragende Bedeutung für unsere zahlreichen mittelständischen Unternehmen und Betriebe. Um diesen gerecht zu werden und einen praxisnahen und innovativen Unterricht gewährleisten zu können, investiert der Landkreis als Schulträger seit Jahren in die Digitalisierungstechnik seiner drei beruflichen Schulen und hat in Abstimmung mit der Industrie bereits die ersten Umsetzungsstufen einer Lernfabrik 4.0 an unserer Technischen Schule realisiert“, so Landrat Thomas Reinhardt. Insgesamt hat der Kreis schon rund 400.000 Euro in Module der Lernfabrik 4.0 investiert. Das modular aufgebaute Labor, das im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und in dem Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse erlernt werden können, kann nicht nur von Schülern und Auszubildenden genutzt werden. Sondern es steht auch für die mittelständische Wirtschaft und andere Zielgruppen als Demonstrationszentrum zur Verfügung. Auf Basis eines mit den Ausbildungsbetriebenen erarbeiteten Einstiegsplans sind in den vergangenen drei Jahren beispielsweise ein Basismodul, vier Hydraulik-Arbeitsstände und zwei MPS-Roboterstationen angeschafft worden. „Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Heidenheim nun in der zweiten Förderrunde des Landes zum Zuge kommt und wir durch die finanzielle Unterstützung des Landes unsere Lernfabrik um weitere Bausteine ergänzen können“, betont Landrat Reinhardt. Die vorhandenen Module könnten beispielsweise durch ein Bandsystem, eine Applikation zur Werkstattausgabe, ein Stapelmagazin, ein Bohrmodul, einen 3D-Metall-Drucker oder Virtual-Reality-Software ergänzt werden. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von fast 600.000 Euro angedacht. Da es sich bei der Landesfinanzierung um eine Kofinanzierung handelt (40 Prozent), wird über die weiteren Anschaffungen und die genaue Verwendung der Fördermittel der Kreistag bzw. der Bildungs- und Sozialausschuss in den kommenden Sitzungen entscheiden. Die ergänzende Hardware wird dabei am Standort der Lernfabrik an der Technischen Schule realisiert, die Kaufmännische Schule ist über die Berufe IT-System-Kaufmann/-frau, Informatikkaufmann/-frau und Industriekaufmann/-frau, die sich mit Software-Programmierung beschäftigen, eingebunden. Sie können über eine SAP-Schnittstelle auf die Lernfabrik zugreifen. Reinhardt: „Mit der Lernfabrik 4.0 können wir den Schülerinnen und Schülern eine topmoderne Ausbildung bieten – sie sind die top ausgebildeten Fachkräfte, die unsere Unternehmen dringend brauchen.“