Mittwoch, 30. Januar 2019

Berufliche Perspektiven für Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund

     

20 Frauen erhielten in einer Veranstaltungsreihe Einblicke in die Arbeitswelt, eine Wiederholung ist ab September geplant.
Seit September vergangenen Jahres haben sich mehr als 20 Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund, die mittlerweile im Landkreis Heidenheim leben, mit ihrer beruflichen Perspektive in Deutschland auseinandergesetzt. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe, die gemeinsam vom Stabsbereich Migration und Ehrenamt im Landratsamt Heidenheim und der Kontaktstelle Frau und Beruf Heidenheim initiiert und durchgeführt wurde, konnten die Teilnehmerinnen Einblick in die Arbeitswelt gewinnen und Pläne für den eigenen beruflichen Weg weiterentwickeln.
In einer Auftaktveranstaltung erhielten die Frauen Informationen darüber, wie sich die Rolle der Frau in Deutschland und damit auch in der Arbeitswelt verändert hat. Bozica Müller, die selbst Migrationshintergrund hat und ehrenamtlich für die Kontaktstelle Frau und Beruf Heidenheim tätig ist, berichtete von ihren eigenen Erfahrungen, ermutigte die Teilnehmerinnen und verdeutlichte, auf was es ankommt, um in Deutschland im Berufsleben anzukommen. Weiterhin wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung fünf im Landkreis Heidenheim gefragte Berufe vorgestellt. In der Folgezeit bestand die Möglichkeit, diese fünf Berufe praxisnah besser kennenzulernen: So waren die Frauen in Begleitung von Annette Rosenkranz und Susanne Walter von der Kontaktstelle Frau und Beruf Heidenheim sowie Verena Weiler vom Stabsbereich Migration und Ehrenamt im Metall-Ausbildungs-Zentrum Heidenheim zu Gast, um mehr über den Beruf der Feinwerkmechanikerin zu erfahren. Bei den Städtischen Betrieben Heidenheim wurde der Beruf der Landschaftsgärtnerin, im Haus der Pflege in Heidenheim der Beruf der Altenpflegerin sowie in der evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen der Beruf der Erzieherin vorgestellt. Im Schlosshotel Heidenheim konnten die Frauen Berufe in der Gastronomie kennenlernen. „Die Teilnehmerinnen zeigten sich äußerst motiviert, an den Besuchen teilzunehmen und sich mit Fragen einzubringen. Einige Frauen konnten durch diese Besuche für sich klären, welche Berufsfelder für sie in Frage kommen“, so Annette Rosenkranz, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Heidenheim. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung, in der unter anderem auch weitere Angebote wie Ausbildungsplattformen vorgestellt wurden, rundete die Veranstaltungsreihe ab. „Wir freuen uns über die positive Resonanz der Teilnehmerinnen und hoffen, den Frauen eine neue berufliche Perspektive eröffnet zu haben“, so Verena Weiler, Teamkoordination im Stabsbereich Migration und Ehrenamt. Eine Wiederholung der Veranstaltungsreihe für weitere interessierte Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund wird ab September 2019 geplant.