Freitag, 8. März 2019

Markt der Möglichkeiten – inklusive Chancen für Alle

     

Die kommunale Behindertenbeauftragte Iris Mack sowie zahlreiche Träger, die in der Behindertenhilfe tätig sind, verschiedene Firmen, die Agentur für Arbeit, der Integrationsfachdienst und die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung laden am Samstag, 23. März 2019, ab 10 Uhr alle Interessierte zum Markt der Möglichkeiten in die Duale Hochschule Heidenheim ein. Dieser ähnelt einer Ausbildungsplatzmesse und ist ein Angebot für Menschen mit Behinderung aller Altersklassen. „Wir freuen uns sehr, dass es eine Berufsbildungsmesse auch für Menschen mit Behinderung und Unterstützungsbedarf geben wird. Denn sie stehen ebenfalls vor der Herausforderung, den richtigen Platz zu finden“, so Birgit Blankenhorn-Hafner, Mitarbeiterin der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Der Übergang von der Schule in den Beruf sei eines der häufigsten Beratungsanliegen vor allem bei den Jugendlichen und ihren Eltern. Aber auch Menschen nach einem Unfall oder Schlaganfall, sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen sollten berufliche Perspektiven kennen. „Der Gesetzgeber hat mit dem Bundesteilhabegesetzes (BTHG) noch mehr Möglichkeiten für die Teilhabe am Arbeitsleben geschaffen. So beobachten wir einen zunehmend größeren Bedarf an Angeboten auf dem ersten Arbeitsmarkt.“
Nach der Eröffnung durch Landrat Thomas Reinhardt werden Impulsvorträge zu den Themen „Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt“ sowie „Menschen mit Behinderung in den Werkstätten“ stattfinden. Beim letzten Vortag ab 13 Uhr gibt es Informationen über die Unterstützung von Behörden und Institutionen. An den Marktständen wird das vielfältige Angebot der verschiedenen Aussteller präsentiert. So kann sich jeder bei verschiedenen Arbeitgebern sowie in der Behindertenhilfe tätigen Trägern und Werkstätten informieren.
Aktuell arbeiten 344 Personen mit einer Schwerbehinderung in den Werkstätten des Landkreises. „Mit Hilfe des Marktes für Möglichkeiten wollen wir individuell angepasste, vollumfängliche und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für Menschen mit Behinderung erreichen“, weiß Iris Mack. Durch die Veranstaltung sollen zukünftige Arbeitgeber sensibilisiert, Ängste genommen und die Einstellungsbereitschaft der Betriebe erhöht werden. „Die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung kann das Sozialverhalten der Mitarbeiter fördern und die Identifikation mit dem Unternehmen stärken“, so die kommunale Behindertenbeauftragte.
Die Duale Hochschule Heidenheim ist barrierefrei zu erreichen. Parkplätze ums Gebäude sind vorhanden, die Schranken sind geöffnet. Das Catering erfolgt durch die Pistoriusschule.