Dienstag, 26. März 2019

Start der Lernbegleitung für Neuzugewanderte „Fit für den Abschluss“

     

Seit Februar gibt es im Landkreis Heidenheim die neue schulergänzende Lernbegleitung „Fit für den Abschluss“. In dem Projekt werden neuzugewanderte Schüler, die aufgrund ihrer Zuwanderungsgeschichte Schwierigkeiten haben einen Schulabschluss zu erwerben, beim Übergang von der Schule in den Beruf gefördert. Im Laufe des Aprils wird die Einführung der Lernbegleitung an zwei allgemeinbildenden und zwei beruflichen Schulen im Landkreis Heidenheim abgeschlossen sein. Die DAA Ostwürttemberg setzt „Fit für den Abschluss“ in der Maria-von-Linden-Schule und dem Schulverbund im Heckental in Heidenheim um, die VHS Heidenheim an der Technischen Schule Heidenheim und der Bibrisschule in Herbrechtingen. Realisiert werden konnte das Projekt durch Fördermittel des Europäischen Sozialfonds, mit denen die Lernbegleitung anteilig finanziert wird.
„Mit diesem neuartigen Bildungsangebot, das direkt an den Schulen umgesetzt wird, wollen wir den schwierigen Übergang von der Schule in den Beruf gezielt unterstützen“, betont Verena Weiler, Teamkoordinatorin im Stabsbereich Migration und Ehrenamt des Landkreises Heidenheim, die das Projekt leitet. Ziel ist es, die Jugendlichen bei dem Erwerb eines Schulabschlusses und dem Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen und migrationsbedingte Nachteile auszugleichen. Mit Hilfe einer schulergänzenden Lernbegleitung in Kleingruppen werden die Schüler in verschiedenen Fächern unterstützt. Über eine reine Nachhilfe hinaus werden zudem Lernstrategien und -methoden, Alltagswissen und Wissen über die Berufswelt in Deutschland vermittelt. „Neuzugewanderte Jugendliche haben nach ihrer Ankunft in Deutschland oft nur wenige Jahre, um einen Schulabschluss zu erwerben. Zu der Herausforderung, die deutsche Sprache zu erlernen, kommt noch hinzu, dass sich die Bildungssysteme der Herkunftsländer teils stark von dem in Baden-Württemberg unterscheiden“, erläutert Frank Neubert, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte im Landratsamt Heidenheim, der das Projekt konzipiert hat.