Freitag, 31. Mai 2019

Vier Wildverwahrstellen im Landkreis Heidenheim eingerichtet

     

In Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanische Schweinepest (ASP) müssen die Landkreise in Baden-Württemberg flächendeckend Wildverwahrstellen errichten. Das Landratsamt Heidenheim, Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz, hat im gesamten Kreisgebiet vier Wildverwahrstellen an den Standorten Königsbronn-Itzelberg, Gerstetten, Dischingen-Ballmertshofen und Giengen errichtet. Die Standorte wurden so gewählt, dass der gesamte Landkreis abgedeckt und der Anfahrtsradius bei maximal zwölf Kilometern liegt.
Über die Verwahrstellen können Wildabfälle in Form von Fallwild, Unfallwild, Aufbruch, Decken/Schwarten etc. seuchenhygienisch gesammelt und fachgerecht entsorgt werden. „Auch wenn diese Art der Entsorgung noch nicht Pflicht ist, sollten zumindest Schwarzwild und Schwarzwildabfälle über diesen Weg entsorgt werden“, so der Hinweis von Dr. Gerhard Reinarz, Leiter des Fachbereichs Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Landratsamt Heidenheim. Denn ein Ausbruch der ASP wäre mit großen Schäden für die Haus- und Wildschweinebestände und damit auch die Jagd verbunden.
Die vier Wildverwahrstellen sind alle identisch eingerichtet. Für die Jäger wird der Zugang über einen elektronischen Transponder rund um die Uhr ermöglicht. Jede Wildverwahrstelle verfügt über eine Kühlzelle, in der zwei 240-Liter-Tonnen zur Verfügung stehen. Ebenso steht für den Seuchenfall ein 1,1m3 großer Edelstahlcontainer bereit. Handwasch- und Reinigungsmöglichkeiten sind vorhanden, Probensets liegen aus.
Die Kosten für Wartung, Strom, Wasser und Entleerungen trägt der Landkreis. „Die Einrichtung einer Verwahrstelle samt Vorbereitung, Gebäude, Außenanlage, Ausrüstung, Ausstattung und Anschlüssen beträgt zwischen 30.000 und 40.000 Euro; die Kosten werden über einen Pauschalzuschuss des Landes Baden-Württemberg finanziert“, erklärt Reinarz.

Info: Die Entsorgung von Heimtieren und anderen Tieren, die nicht unter das Jagdrecht fallen, ist aus rechtlichen Gründen in den Wildverwahrstellen nicht erlaubt. Weiterhin ist tot aufgefundenes Schwarzwild dem Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz zu melden.

Blick ins Innere einer Wildverwahrstelle. Vier dieser Wildverwahrstellen sind im Landkreis Heidenheim eingerichtet worden. Foto: Landratsamt Heidenheim