Freitag, 14. Juni 2019

Neue Förderrunde im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Für die Förderrunde 2020 des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum können ab jetzt Förderanträge gestellt werden.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) fördert die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden in den Schwerpunkten Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Dabei sind Beiträge zum Ressourcen- und Klimaschutz von besonderer Bedeutung.
Gemäß dem Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ soll gute innerörtliche Bausubstanz erhalten und für zeitgemäßen Wohnraum genutzt werden. Baufällige Gebäude können weichen und Platz für Neues schaffen. Deshalb werden im ELR 2020 prioritär Investitionen privater Haus- und Wohnungsbesitzer gefördert. Voraussetzung ist die Lage im Ortskern bzw. in Siedlungsflächen aus den 1960er Jahren, sofern diese mit der Ortsmitte zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf aufweisen. Die Umnutzung leerstehender Gebäude, die Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken werden gefördert. Unterstützt werden auch Maßnahmen zur Aktivierung innerörtlicher Flächen wie Zwischenerwerb, Abbruch und Neuordnung sowie kommunale Projekte zur Verbesserung des Wohnumfeldes.
Der Förderschwerpunkt Grundversorgung behält auch diesmal hohe Priorität. Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien sind zum Beispiel wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung. Alle Investoren, die einen Beitrag zur Grundversorgung der Bevölkerung leisten, sind herzlich eingeladen, sich beraten zu lassen. Sicherung, Erhalt oder die Neueröffnung von Dorfgasthäusern haben hohe Priorität. Sie stärken die Lebensqualität und Lebendigkeit der Dörfer.
Im Förderschwerpunkt Arbeiten können im Programmjahr 2020 kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten vorrangig Zuschüsse für die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern (z. B. Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet) erhalten.

Förderanträge müssen bis spätestens 30. September 2019 über das Bürgermeisteramt der Kommune, in der das Projekt umgesetzt werden soll, beim Regierungspräsidium in Stuttgart eingereicht werden (Ausschlussfrist).
„Alle die wissen möchten, ob ihr konkretes Projekt die Fördervoraussetzungen erfüllt, sollten sich schnellstmöglich mit dem jeweiligen Bürgermeisteramt in Verbindung setzen, um den Antrag so gut wie möglich vorzubereiten und die Chancen auf Förderung zu erhöhen“, so Michael Setzen, Wirtschaftsförderer des Landkreises Heidenheim, der ebenfalls zum Thema ELR Beratung bietet (Tel. 07321 321-2595).