Montag, 29. Juli 2019

Feier für die neuen Staatsbürger

Am 23. Juli 2019 fand im Landratsamt Heidenheim die zwischenzeitlich
sechste Einbürgerungsfeier im Kreis statt. Vier Personen – eine Mutter mit
ihren beiden Kindern aus Rumänien sowie ein Mann aus Argentinien – wurden im
Rahmen der feierlichen Veranstaltung eingebürgert, die weiteren geladenen Neubürger
hatten die Einbürgerungsurkunde bereits im Laufe des Jahres erhalten.
Insgesamt wurden im Landkreis Heidenheim allein 2019 bereits mehr als 130
Männer, Frauen und Kinder mit 33 verschiedenen ehemaligen Staatsangehörigkeiten
eingebürgert. Die häufigste Staatsangehörigkeit war hierbei türkisch, mit
Abstand gefolgt von italienisch, griechisch, rumänisch, polnisch und ungarisch. An
der Einbürgerungsfeier teilgenommen haben 18 Neubürger.
„Sie sind nun Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, nicht nur
Bewohner. Sie sind keine Zuschauer mehr, sondern Akteure und Gestalter. Sie
dürfen sich in die Angelegenheiten Ihrer Gemeinde, Ihres Landkreises, dieses
Bundeslandes Baden-Württemberg und Deutschlands einbringen mit allen Rechten
und Pflichten. Sie dürfen politisch mitentscheiden, wählen und auch gewählt
werden. Nutzen Sie diese Chance“, so der stellvertretende Landrat Peter Polta an
die Neubürger gewandt.
Auch der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter (CDU) rief die Neubürger
auf, sich ehrenamtlich, etwa in der Feuerwehr, zu betätigen. Er zeigte sich sicher,
dass die Neubürger „ihre Entscheidung für Deutschland nie bereuen werden“.
„Vielfalt ist etwas Schönes“, hob der SPD-Landesvorsitzende hervor, der zugleich
auch betonte, dass die deutsche Staatsbürgerschaft Rechte und Pflichten bedinge.
Einigkeit herrschte auch bezüglich der Bedeutung der Integration. Hierbei seien
die Menschen, die neu nach Deutschland kommen, ebenso gefordert wie die
Einwohner, so Polta, der betonte: „Integration fordert viel und ist keine Einbahnstraße.
Beide Seiten müssen aufeinander zugehen, einander respektieren, Vertrauen
zueinander gewinnen und ein gemeinsamen Verständnis entwickeln, wie
man in der Gesellschaft zusammenlebt.“

Info: In der Regel besteht nach acht Jahren rechtmäßigem Aufenthalt in Deutschland
ein Anspruch auf Einbürgerung – bei besonderer Integrationsleistung kann
dieser Zeitraum auf sechs Jahre verkürzt werden, bei Ehegatten ist eine noch
kürzere Frist möglich.