Montag, 29. Juli 2019

LEADER: Fünf weitere Projekte in der Brenzregion beschlossen

Die LEADER-Aktionsgruppe Brenzregion beschloss in ihrer jüngsten Steuerungsgruppensitzung EU-Zuschüsse für fünf Maßnahmen in Höhe von insgesamt rund 302.000 Euro. Dazu kamen Landesmittel in Höhe von knapp 72.000 Euro.
Der Vorstand ist mit der aktuellen Bilanz sehr zufrieden, so der stellvertretende Vorsitzende Theodor Nusser. „Aktuell sind 30 von 43 Projekten fertiggestellt, bzw. bewilligt. Das ergibt einen Anteil in Höhe von 69,77 Prozent.“ Mit den fünf aktuellen Projekten sind das in der Summe 48 Projekte, die in der Brenzregion seit Ende 2015 beschlossen wurden. Die Kooperation der Landkreise Heidenheim und Alb-Donau-Kreis und die langjährige Erfahrung der Steuerungsgruppe zeigen, dass die landkreisübergreifende Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. „Diese Zusammenarbeit wollen wir auch in Zukunft gerne fortsetzen“, betonte Theodor Nusser.

Drei kommunale und zwei private Projekte wurden in der aktuellen Vergaberunde beschlossen. Vorbehaltlich der Bewilligung durch das Regierungspräsidium oder die L-Bank Stuttgart erhalten alle fünf Projektträger eine Förderung der Europäischen Union (EU) und des Landes Baden-Württemberg.

Die Landkreise Heidenheim und Alb Donau beantragten gemeinsam eine Förderung für ein transnationales Kooperationsprojekt der Brenzregion mit der Region Moulins in Frankreich. Im Zuge der Kooperation soll im Mai 2020 in Frankreich (Châtelperron) eine zweitägige Fachtagung mit Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Spanien durchgeführt werden, um zu diskutieren, inwiefern es eine Beeinflussung des modernen Menschen durch den Neandertaler gegeben haben könnte. Darüber hinaus soll ein Tagungsband entstehen, in dem die verschiedenen Inhalte der Tagung für die interessierte Öffentlichkeit aufbereitet werden sollen. Infolge des transnationalen Kooperationsprojektes erhält die Brenzregion mit ihren Eiszeitkunstwerken, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen, die Gelegenheit, sich im Mutterland der Urgeschichtsforschung, Frankreich, zu präsentieren.

Die Gemeinde Königsbronn beantragte den Anbau eines Küchentraktes am Café Veredelt, welche mit Hilfe eines überdachten Windfangs mit dem Gebäude, in dem sich das Café befindet, verbunden sein wird. Die bisher vorherrschenden Kapazitäten im Café Veredelt reichen nicht aus, um das deutlich gewachsene Gästeaufkommen vernünftig bewältigen zu können, zumal fast alle Gasthäuser im Hauptort geschlossen haben.

Die Gemeinde Königsbronn möchte zudem ein weiteres Projekt, das ebenfalls die Infrastruktur im Ortskern deutlich steigern soll, umsetzen. Im Ortskern soll ein barrierefreies Gebäude mit kostenlosen, öffentlichen WC-Anlagen errichtet werden, die ständig geöffnet sein sollen. Bisher gibt es in Königsbronn nur wenige Toiletten, was zu Engpässen führt bei einem größeren Besucheraufkommen wie z.B. Busgruppen, Radfahrer, Wanderer oder Theaterbesucher.

Die Brauerei Schlumberger aus Nattheim plant ein eigenes, bisher nicht für die Öffentlichkeit zugängliches Grundstück im Ortszentrum von Nattheim zu einer öffentlich zugänglichen Parkanlage umzugestalten und beantragte hierfür LEADER- Mittel.

Maximilian Brezger aus Hermaringen möchte eine Destillerie aufbauen, um das Obst seiner Streuobstwiesen sowie das Obst anderer Streuobstwiesenbesitzer zu hochwertigen, sortenreinen Destillaten zu verarbeiten. Ein bestehender Lagerraum soll zu einem Brennraum umgebaut werden. Der Raum soll gleichzeitig als Schauraum genutzt und deshalb mit einem großen Fenster zur Straßenseite versehen werden.

Die LEADER- Aktionsgruppe Brenzregion befindet sich im vorletzten Jahr der aktuellen Förderperiode. Um die EU- Gelder auch in diesem Jahr noch der Region zu Gute kommen zu lassen, hat die LEADER- Aktionsgruppe Brenzregion einen weiteren Aufruf gestartet. Die Auswahlsitzung findet am 4. November statt. Das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschautz hat den Aktionsgruppen Informationen über die Verteilung der EU-Mitteln zukommen lassen. Falls die für die kommende Sitzung ausgeschriebenen EU- Mittel nicht für alle eingereichten Projekte reichen sollten, gibt es die Möglichkeit nachzurücken. „Deswegen bitten wir alle Antragsteller ausdrücklich darum sich mit gut ausgearbeiteten Projekten bei der Geschäftsstelle zu melden“, so Geschäftsführerin Hester Rapp- van der Kooij.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die
Geschäftsstelle LEADER Brenzregion
im Landratsamt Heidenheim
Hester Rapp- van der Kooij
Felsenstraße 36
89518 Heidenheim

Telefon:     07321 321-2494
Fax:     07321 321-2489
E-Mail:     leader@landkreis-heidenheim.de
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