Mittwoch, 11. September 2019

Brutale Tierquäler am Zanger Berg töten reihenweise Igel

Veterinäramt bittet um Hinweise – Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre möglich

Am Zanger Berg in Heidenheim (insbesondere nahe Iglauer Straße) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden. „Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, so Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim. Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und den erkennbaren Wunden zufolge zu Tode getreten worden. „Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.“ Wie Dr. Anja Stöckle betont, werde in jedem Fall Strafanzeige gestellt, auch die Polizei ermittelt bereits. „Und dass es sich hier um einen Straftatbestand handelt, ist offensichtlich.“ Denn nach dem Tierschutzgesetz dürfe niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Wer dagegen zuwiderhandelt kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Die Tierquäler verstoßen aber nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz, laut dem der Igel zu den besonders geschützten Arten gehört. Demnach ist es verboten, diesen Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder der Natur zu entnehmen.

Hinweise nimmt das Veterinäramt unter Tel. 07321/321-2601 entgegen.