Freitag, 8. November 2019

Lernbegleitung für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Arbeitskreis besuchte das durch den Europäischen Sozialfonds unterstützte Projekt „Fit für den Abschluss“.

Seit Beginn des Jahres wird das Projekt „Fit für den Abschluss“ in vier Schulen im Landkreis Heidenheim umgesetzt. Hierbei werden Jugendliche mit Migrationshintergrund durch eine Lernbegleitung darin unterstützt, einen ersten Schulabschluss in Deutschland zu erreichen. Die Lernbegleitung findet an zwei Nachmittagen direkt an den beteiligten Schulen statt und dient dazu, migrationsbedingte Lernrückstände aufzuholen. Vorrangig werden die Jugendlichen in den Fächern Deutsch und Mathematik und beim Erwerb von Lerntechniken unterstützt, gleichzeitig wird Wissen über die Berufs- und Alltagswelt in Deutschland vermittelt.
Das Projekt wird von der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) Ostwürttemberg an der Werkrealschule im Schulverbund im Heckental und an der Maria-von-Linden-Schule umgesetzt, von der Volkshochschule Heidenheim an der HEID TECH und der Bibrisschule Herbrechtingen. Finanziert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie mit Mitteln des Landkreises Heidenheim.
Anfang November besuchten Mitglieder des ESF-Arbeitskreises zusammen mit Matthias Schauz, Vorsitzender des ESF-Arbeitskreises und Sozialdezernent im Landkreis Heidenheim, sowie Stephanie Geiger von der ESF-Geschäftsstelle das Projekt. Stellvertretend für die vier Standorte wurde dabei die Lernbegleitung an der Werkrealschule im Schulverbund im Heckental ausgewählt. Seitens der Projektverantwortlichen im Stabsbereich Migration und Ehrenamt im Landratsamt Heidenheim – Bildungskoordinator für Neuzugewanderte Frank Neubert und Teamkoordinatorin Verena Weiler – wurde das Projekt vorgestellt. Wie sie berichteten, sind aktuell alle 40 Plätze belegt. Allein bis zum Ende des vergangenen Schuljahres wurden Jugendliche aus 14 Ländern in diesem Projekt unterstützt. Kerstin Rott, die bis zu den Sommerferien Lehrerin an der Werkrealschule am Schulverbund im Heckental war und beim Staatlichen Schulamt Göppingen Ansprechpartnerin für den Bereich „Schule und Flüchtlinge“ ist, berichte von ihren Erfahrungen in der Beschulung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und machte damit die Notwendigkeit des Projekts deutlich. Von Seiten der DAA Ostwürttemberg erklärte Bereichsleiter Markus Thum die Organisation der Lernbegleitung. Wie er betonte, werde gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eingegangen. Eine Schülerin, die im vergangenen Schuljahr den Hauptschulabschluss gemacht und am Projekt teilgenommen hat, berichtete, dass das Projekt ihr viel beim Lernen geholfen habe. Auch Jörg Glückschalt, Schulleiter im Schulverbund im Heckental, zeigte sich vom Projekt überzeugt und dankte den Mitgliedern des ESF-Arbeitskreises für die Förderung.

Teilnehmende, Projektverantwortliche und -durchführende ebenso wie Schulen und Unterstützer sind vom Projekt „Fit für den Abschluss“ überzeigt. Foto: M. Erben/Schulverbund im Heckental