Donnerstag, 14. November 2019

Der Wecker wird nach dem Wetter gestellt

Straßenmeisterei für den Winter gerüstet – ab 3 Uhr geht’s bei Schnee und Eis los mit dem Räumen

Morgenmuffel haben es in diesem Job sehr schwer: Für die Straßenwärter der Straßenmeisterei im Landkreis Heidenheim gehört das Frühaufstehen zum Programm. Besonders im Winter, wenn es darum geht, möglichst vor dem morgendlichen Berufsverkehr über 300 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im ganzen Kreis von Eis und Schnee zu befreien. Los geht’s dann mit den Kontrollen und Arbeiten bereits um 3 Uhr, gearbeitet wird bei Bedarf in zwei Schichten bis 22 Uhr oder auch darüber hinaus – notfalls eben auch rund um die Uhr. Hier kommt aber auch zum Einsatz, was das nächtliche Wecker klingeln ausgleicht: Die Geräte, mit denen die Straßenwärter im Einsatz sind. Rund 300 PS, mehr als zehn Tonnen und Hightech-Ausrüstung – Fahrzeuge wie die Unimogs und Lastwagen der Straßenmeisterei lassen bei weitem nicht nur Kleine-Jungs-Herzen höher schlagen. Und kommen übrigens nicht nur im Winter zum Einsatz. Diese können nämlich sowohl mit Schneepflug und Aufsatzstreuer als auch mit einer Mähkombination aufgepeppt werden. Für den Dienst stehen unter anderem zwei Unimogs und zwei Lastwagen bereit, damit die Straßenwärter für die Landkreisbewohnerinnen und -bewohner schaffen können. Und zu tun gibt es für die rund 30 Mann bei der Straßenmeisterei jede Menge: Immerhin sind sie unter anderem für Mäharbeiten, für kleinflächige Reparaturen am Straßenbelag, die Sicherung von Baustellen, für das Aufstellen von Schildern und Leitpfosten sowie für die Wartung und Reinigung, etwa wenn Ölspuren oder sonstige Fahrbahnverschmutzungen beseitigt werden müssen, zuständig. Und natürlich für den Winterdienst auf den Außenstrecken – also außerhalb der Ortschaften – im Landkreis. Vorbereitet sind sie auf die neue Räum- und Streusaison bestens: „Die Fahrzeuge sind aufgerüstet, der Winterdienstplan ist ausgearbeitet und die Salzlager sind aufgefüllt“, so Hans Bendele, Leiter des Fachbereichs ÖPNV und Straßenbau im Landratsamt, zu dem auch die Straßenmeisterei gehört. In den nächsten Wochen seien die Straßenwärter zudem mit dem Aufstellen von rund 20 Kilometern Schneezäune beschäftigt, die helfen, die Straßen von Verwehungen frei zu halten. Und dann kann der Winter kommen. Wenn’s richtig eisig wird, stehen dann neben dem hauseigenen Fuhrpark für einen flächendeckenden Winterdienst zusätzlich sieben Fahrzeuge von Privatunternehmen zur Verfügung. Geräumt wird übrigens nicht nur auf den Straßen – auch auf den Radwegen sind die Straßenwärter zugange und räumen mit einem Kleingeräteträger. Dass bei all diesen Arbeiten auch jede Menge Streusalz erforderlich ist, liegt auf der Hand: In den Salzlagern der Straßenmeisterei Heidenheim und der Stützpunkte Giengen und Gussenstadt sind deshalb rund 2000 Tonnen Streusalz im Gesamtwert von etwa 170.000 Euro eingelagert. „Im Normalfall reicht das fast für den gesamten Winter, bei extremen Witterungsverhältnissen nicht einmal für zwei Monate“, erklärt Bendele. Im Bereich Härtsfeld wird zudem auf den Stützpunkt Neresheim zurückgegriffen, der gemeinsam mit dem Ostalbkreis genutzt wird.

Info: Für Fragen und Anregungen zum Winterdienst ist die Straßenmeisterei Heidenheim unter Tel. 07321/948920 erreichbar.


Mit schwerem Gerät sind die die Straßenwärter unterwegs, um die Straßen von Eis und Schnee zu befreien. Foto: Straßenmeisterei Landkreis Heidenheim