Freitag, 22. November 2019

40 Jahre Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Giengen

Das Team der Landkreis-Beratungsstelle in der Heidenheimer Straße arbeitet in neuer Besetzung.

Bereits seit vier Jahrzehnten unterstützt die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Giengen Familien. Seit kurzem in neuer Besetzung: Mit der Diplom-Sozialpädagogin und Familientherapeutin Christina Eberhardt ist das Team der Familienberatungsstelle nach dem Ausscheiden zweier langjähriger Mitarbeitenden seit Juli wieder komplett. Sie bringt reichlich Erfahrung aus ihrer langjährigen bisherigen Tätigkeit unter anderem in der Familien- und Schwangerenberatung mit.

Aufgenommen hat die Beratungsstelle in Giengen ihre Arbeit im Herbst 1979 in der Bolzstraße. Während es anfangs noch unter dem Namen Psychologische Beratung um die Förderung von Kindern bei Lernschwächen ging, entwickelten sich die Aufgaben bald hin zur Beratung von Eltern mit Kindern in verschiedensten Altersstufen vom Kleinkind bis zur Pubertät. Die Beratungsstelle bietet als neutrale Anlaufstelle bei all diesen Themen sowohl Rat, als auch die Möglichkeit gemeinsam in der Familie oder auch unter ehemaligen Partnern neue Lösungswege für die Zukunft zu erarbeiten.
Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt ist seit vielen Jahren die Arbeit mit Familien in Trennung und Scheidung. Für Trennungseltern gibt es außer den Beratungsangeboten das regelmäßige Kursangebot „Kinder im Blick“. Das Team der Beratungsstelle unterstützt Familien aber nicht nur in Trennungssituationen, sondern sie bietet auch allgemeine Familienberatung an. Das gilt für Eltern oder für Eltern und Kinder zusammen, in Form von Beratungsgesprächen oder einem Eltern-Coaching. Bei Bedarf wird auch mit den Kindern oder Jugendlichen allein gearbeitet. Die Themen der Ratsuchenden sind dabei sehr vielfältig: von Erziehungsfragen über Auffälligkeiten beispielsweise bei den schulischen Leistungen oder auch im emotionalen Bereich bis hin zu Konflikten im sozialen Umfeld oder in der Familie, etwa in der Pubertät. Häufig geht es auch um Regeln und Grenzen, zum Beispiel beim Thema Mediennutzung.
In den vergangenen Jahren sind zudem neue Arbeitsschwerpunkte dazugekommen: Die Diplompädagogin Jutta Dorsch und der Sozialpädagoge Steffen Krapf beraten und unterstützen im gesamten Landkreis auch Institutionen und Personen, die Kontakt mit Kindern haben, wenn der Verdacht auf eine Gefährdung des Wohls von Kindern oder Jugendlichen besteht. Christina Eberhardt bietet Beratung für Jugendliche an, die Opfer von sexueller Gewalt wurden.

Seit 2004 ist die Beratungsstelle in Giengen in der Heidenheimer Straße untergebracht. Dort gibt es Beratungsangebote für Ratsuchende aus Giengen, Herbrechtingen und dem gesamtem südlichen Landkreis Heidenheim. Eine weitere Anlaufstelle gibt es bereits seit über 60 Jahren in Heidenheim. 2018 haben sich 178 Familien oder einzelne Ratsuchende neu an die Beratungsstelle in Giengen gewandt, insgesamt wurden dort 297 Hilfesuchende beraten.

Info: Die Konzeption der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Landkreises Heidenheim mit den beiden Anlaufstellen in Giengen und Heidenheim sieht kurze Wartezeiten, Vertraulichkeit, und Gebührenfreiheit als wichtige Voraussetzung einer erfolgreichen Arbeit. Die Teams an den Anlaufstellen in Giengen und Heidenheim arbeiten intensiv mit den Schulsozialarbeitern und anderen sozialen Diensten zusammen, um ratsuchenden Familien differenzierte Hilfen anbieten zu können. Ansprechpartnerin für Anmeldungen ist die Teamassistentin Petra Bachmann. Sie ist telefonisch erreichbar unter: 07322 95904-0
Auch eine Online-Beratung wird angeboten – Login sowie weitere Infos im Internet unter www.landkreis-heidenheim.de/familienberatung/index.htm.

Das Team der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Landkreises Heidenheim am Standort Giengen: Christina Eberhardt (von links), Steffen Krapf, Jutta Dorsch und Petra Bachmann (Teamassistenz). Foto: Landratsamt Heidenheim