Mittwoch, 4. März 2020

Umgang mit geplanten Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus

     

Die steigende Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg und die Prävention der Infektionskrankheit beschäftigen den Landkreis und Ausrichter von Veranstaltungen gleichermaßen. Dies zeigt sich auch darin, dass das Landratsamt Heidenheim aktuell vermehrt Anfragen von den Kommunen sowie von Veranstaltern in Bezug auf den Umgang mit geplanten Veranstaltungen erreichen. Die Taskforce „Corona“ im Landratsamt gibt folgende Hinweise:
Aktuell wird davon abgesehen, Veranstaltungen generell abzusagen. Allerdings sollten nach Einschätzung des Fachbereiches Gesundheit Entscheidungen im Einzelfall davon abhängig gemacht werden, ob es sich um eine Veranstaltung innerhalb der Kommune oder um eine Veranstaltung mit überregionalem Charakter handelt. Hintergrund ist, dass der Teilnehmerkreis bei einer Veranstaltung auf kommunaler Ebene relativ übersichtlich ist, wohingegen eine Veranstaltung mit Teilnehmenden aus anderen Regionen eine gewisse Unsicherheit birgt. Darüber hinaus sollte bei der Einschätzung berücksichtigt werden, wie sich der Teilnehmerkreis der Veranstaltung zusammensetzt, ob beispielsweise ältere Menschen oder Personen mit Grunderkrankungen teilnehmen. Unabhängig davon wird dazu geraten, dass Personen mit grippeähnlichen Symptomen den Veranstaltungen fernbleiben.
Diese Einschätzung der Landkreisverwaltung basiert sowohl auf einer aktuellen Aussage des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, dass derzeit die Absage von Großveranstaltungen nicht generell ratsam sei, als auch auf Informationen des Robert-Koch-Instituts.

Eine zentrale Ansprechperson beim Landratsamt Heidenheim steht den Kommunen und Veranstaltern unter der Telefonnummer 07321 321-7777 von 8 bis 18 Uhr bei ihrer Entscheidung gerne beratend zur Seite.

Davon unabhängig bleibt beim Fachbereich Gesundheit die Hotline für die persönliche Beratung von Rat suchenden Bürgerinnen und Bürger von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 07321 321-2600 bestehen.

Letztendlich verbleibt die endgültige Entscheidung, ob eine geplante Veranstaltung stattfinden kann, bei den Veranstaltern sowie den Städten und Gemeinden als Ortspolizeibehörden.