Dienstag, 18. August 2020

Bio-Musterregion Heidenheim plus geht in die Verlängerung

Förderzeitraum wurde auf sechs Jahre verlängert

Pünktlich zur Halbzeit des Förderzeitraums haben die ersten vier Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) die Option auf Verlängerung um weitere drei Jahre bekommen. „Als Landesregierung haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Ökolandbau weiter zu stärken. In den Bio-Musterregionen sehen wir ein sehr gutes Instrument, um mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort Maßnahmen und Kooperationen zu entwickeln, Wertschöpfungsketten und die notwendigen Strukturen zu stärken und die Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten anzukurbeln“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Montag (17. August) anlässlich der Verlängerung der Förderung der ersten vier Bio-Musterregionen um weitere drei Jahre. Unter diesen vier Bio-Musterregionen befindet sich auch die Bio-Musterregion Heidenheim plus.
Eine Bewerbung um die Verlängerung des Förderzeitraums von November 2021 auf Herbst 2024 haben der Kreistag des Landkreises Heidenheim, die Partner-Kommunen im Ostalbkreis und die Lenkungsgruppe der Bio-Musterregion Heidenheim plus einstimmig befürwortet. Ende Juli haben Landrat Peter Polta (Mitglied der Lenkungsgruppe), Christoph Bosch (Kreisrat und Mitglied der Lenkungsgruppe), Andreas Haumann (Fachbereichsleiter Landwirtschaft im Landratsamt Heidenheim und Mitglied der Lenkungsgruppe) und Johanna Böll (Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Heidenheim plus) vor dem Entscheidungsgremium die Zwischenbilanz präsentiert und intensiv über die Highlights, Herausforderungen, Ausblicke und Pläne der Bio-Musterregion erfolgreich berichtet. Nur wenige Tage später ging die Zusage des MLR im Landratsamt ein. „Wir freuen uns sehr über die Verlängerung der Förderung bis Ende Oktober 2024. Die Themen Bio und Regionalität in der Landwirtschaft sind ein Zukunftssektor. Umso wichtiger ist es, regionale Ansprechpartner und Kümmerer zu haben, die zukünftig weiter entsprechend der örtlichen Begebenheiten unterstützend mitwirken“, so Landrat Polta. Für die nächsten Jahre haben sich die Akteure viel vorgenommen: „Wir wollen nicht nur an den Projekten weiterarbeiten, die wir in den vergangenen zwei Jahren bereits begonnen haben, wir wollen auch die Netzwerkarbeit weiter vorantreiben und die Angebote für Landwirtinnen und Landwirte sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ausbauen. Außerdem sollen neue Wertschöpfungsprojekte betrachtet werden wie zum Beispiel im Bereich Milch oder Getreide. Durch den zukünftigen Social Media Auftritt (Facebook) wird es auch hautnahe Einblicke in das Wirken der Akteure der Bio-Musterregion Heidenheim plus geben“, so die Regionalmanagerin Johanna Böll.
Mehr Infos unter www.biomusterregionen-bw.de/heidenheim

Info: Zur Bio-Musterregion Heidenheim plus gehören der Landkreis Heidenheim mit seinen elf Städten und Gemeinden sowie die fünf angrenzenden Kommunen Bartholomä, Heubach, Essingen, Oberkochen und Neresheim im Ostalbkreis. Die Zahl der Bio-Betriebe ist besonders im Kreis Heidenheim in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen: Die ökologisch bewirtschaftete Fläche machte im Jahr 2019 mit ca 3.355 Hektar mehr als 12 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus, rund zehn Prozent (65 Betriebe) der insgesamt fast 600 landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis arbeiten nach den Prinzipien des Ökolandbaus. In den fünf angrenzenden Städten und Gemeinden im Ostalbkreis gibt es weitere vier ökologisch wirtschaftende Betriebe, die insgesamt etwa 220 Hektar bewirtschaften. Im Beirat sowie in der Lenkungsgruppe der Bio-Musterregion sind Bio-Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette sowie Vertreter des Landkreises Heidenheim und der Kommunen im Ostalbkreis vertreten. Ansprechpartnerin im Landratsamt Heidenheim ist Johanna Böll, Regionalmanagerin Bio-Musterregion Heidenheim plus, Tel. 07321 321-1358, J.Boell@Landkreis-Heidenheim.de.

Landrat Peter Polta und Regionalmanagerin Bio-Musterregion Heidenheim plus Johanna Böll.