Donnerstag, 3. September 2020

Erster Bundesweiter Warntag am 10. September 2020

     

Erstmalig findet am Donnerstag, 10. September 2020, ein bundesweiter Warntag statt. Auch Baden-Württemberg wird sich daran aktiv beteiligen. Dann wird um 11 Uhr ein Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten durchgeführt. In ganz Deutschland werden Warn-Apps piepen, Sirenen heulen und Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen. Dieser Warntag soll die Bevölkerung zum Thema Warnung sensibilisieren. Denn wenn Gefahr drohen sollte, sind frühzeitige Warnungen und eine schnelle Information der Bevölkerung erheblich von Bedeutung – dann kann jede Sekunde zählen. Es ist ebenso wichtig und notwendig, die Bevölkerung mit dem Warnsystem vertraut zu machen, damit im Ernstfall die Informationsübermittlung schnell funktioniert.

Zur Warnung und Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen die verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden beispielsweise über das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betriebene Modulare Warnsystem und die Warn-App NINA Warnungen und Informationen der zuständigen Behörden wie der Gesundheitsministerien des Bundes und der Länder bereitgestellt. Gleichzeitig dient der Warntag dazu, die vorhandenen technischen Warnsysteme flächendeckend zu testen und zu prüfen, an welcher Stelle diese noch weiterentwickelt werden könnten. Auch deshalb soll der Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September wiederholt werden.

Im Landkreis Heidenheim steht seit den Änderungen der Strukturen im Bevölkerungsschutz nach Ende des „Kalten Krieges“ kein flächendeckendes Sirenenwarnkonzept mehr zur Verfügung. Die heute noch vorhandenen Sirenen dienen ausschließlich der Alarmierung der Feuerwehren. Bei Gefahrenmeldungen, die eine Warnung der Bevölkerung erforderlich machen, werden deshalb Warn-Apps und das Instrument der Rundfunkansprache genutzt. Eine Warnung der Bevölkerung ist bei besonderen Gefahrenlagen erforderlich und könnte auch durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei oder Feuerwehren punktuell ergänzt werden. So werden beispielsweise bei drohenden Unwettern, Bränden mit einer besonderen Rauchgasausbreitung oder dem Austritt von Gefahrstoffen Warnmeldungen durchgeführt. Neu in diesem Jahr ist die Warn-App NINA, die in ganz Deutschland zur Information der Bevölkerung bei der Corona-Pandemie genutzt wird.

Bei Fragen zum Thema „Warnung der Bevölkerung“ sind nähere Informationen unter www.bundesweiter-warntag.de abrufbar. Interessierte können sich darüber hinaus auch per E-Mail kreisbrandmeister@landkreis-heidenheim.de an die zuständige Stelle für den Katastrophenschutz im Landratsamt wenden.