Dienstag, 16. Februar 2021

Information des Landratsamtes an alle Waldbesitzer

Hinweise zur Sturm- und Käferholzaufarbeitung

In Verbindung mit den ausgiebigen Niederschlägen haben die Sturmböen in der ersten Februarwoche in den Waldungen des Landkreises vereinzelt zu Sturmwurf geführt. Auch wenn es sich hierbei hauptsächlich um Einzelwürfe handelt, sollten diese aus Forstschutzgründen möglichst umgehend samt dem Kronenmaterial aufgearbeitet werden. Die Waldbesitzer werden deshalb aufgefordert, ihre Waldflächen nicht nur auf Sturmschäden, sondern auch auf vom Borkenkäfer befallene Fichten zu kontrollieren, die teilweise jetzt bei noch grüner Krone durch abfallende Rinde erkennbar sind. Weitere Erkennungsmerkmale von Borkenkäferbefall an Fichten in den Monaten Januar bis März sind ein unüblicher Harzfluss am Fichtenstamm, vom Specht abgeschlagene Rindenstücke, sowie trockene und verfärbte Baumkronen. Die Aufarbeitung des Sturm- und Käferholzes sollte bis spätestens Ende März erfolgt sein, um zum einen der immer noch hohen Borkenkäferpopulation Brutmaterial zu entziehen und zum anderen den Ausflug überwinternder Borkenkäfer aus den befallenen Stämmen zu verhindern.
Sofern die rechtzeitige Aufarbeitung selbst nicht durchgeführt werden kann, sollten sich die Waldbesitzer mit der zuständigen Revierleitung in Verbindung setzen. Um eine bestmögliche Vermarktung der Holzmengen zu erreichen, ist es notwendig, das Sturmholz getrennt vom Käferholz zu poltern.
Die Waldbesitzer sollten sich vor Beginn der Aufarbeitung bei der Holzverkaufsstelle des Landratsamts über die aktuellen Aushaltungsbedingungen erkundigen, damit eine reibungslose Vermarktung erfolgen kann. Weitere Fragen können unter Tel.: 07321 321 1371 beantwortet werden.